Tumpel zum AK Pendlertag: Signale für mehr und schnellere Pendlerverbindungen setzen

Mehr Pendlerförderung auch für Öffi-NutzerInnen / weiterer Ausbau der S-Bahn-Verbindungen

Wien (OTS) - "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Signale für mehr und schnellere Verbindungen ins Umland über Bahnen und Busse zu setzen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die Zahl der EinpendlerInnen nach Wien ist in den letzten fünf Jahren von 170.000 auf 190.000 gewachsen. Und immer mehr steigen auf die Öffis um. "Dieser Schwung für die Öffis muss genutzt werden", sagt Tumpel. Ein erster Schritt ist getan, wenn die Regierung die geplante Reform des Pendlerpauschales umsetzt und es mehr für die PendlerInnen gibt. Aber die AK will eine gerechtere Lösung, von der alle PendlerInnen gleich profitieren, auch die, die weniger verdienen. Deshalb setzt sich die AK weiter für die Umwandlung des Freibetrags in einen Absetzbetrag ein. Außerdem muss das Nutzen der Öffis stärker gefördert werden, mit einem steuerfreien Jobticket. Mit dem Fahrplanwechsel werden die Teil-Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes und neue Streckenführungen für tausende Pendler und Pendlerinnen vor allem aus dem Westen die Fahrtzeit zur Arbeit verkürzen. "Es geht aber nicht, dass die Nahverkehrskunden auf anderen Strecken deshalb langsamer voran kommen", warnt Tumpel. Bei der AK sind erste Klagen von PendlerInnen eingegangen, deren Fahrtzeit sich bis zu 16 Minuten verlängert. "An immer schnelleren Öffis und einem entsprechenden Service für die Pendler, die Stammkunden der Bahn, muss weiter gearbeitet werden", fordert Tumpel. Die AK Wien wird sich weiter dafür einsetzen. Am Donnerstag vor dem Fahrplanwechsel verteilt sie außerdem an allen großen Bahn- und U-Bahnknoten rund 100.000 Pendlerfahrpläne mit allen wichtigen Bahnverbindungen der Ostregion. "Die Fahrt zur Arbeit muss leichter und schneller werden. Und sie muss bezahlbar bleiben", sagt Tumpel. Dafür setzt sich die AK ein:

Mehr Geld für PendlerInnen: Die Regierung will das Pendlerpauschale aufbessern. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die AK will aber mehr: Ein gerechtes Pendlergeld für alle, auch für die die weniger verdienen gibt es nur, wenn der bisherige Steuerfreibetrag in einen Absetzbetrag umgewandelt wird. Und es müssen mit dem Pendlergeld auch diejenigen gefördert werden, die die Öffis nutzen. Die AK will ein Jobticket, mit dem Jahrestickets, die die Arbeitgeber finanzieren, für jeden steuerfrei sind.

Mehr Park & Ride in Wien, NÖ und Burgenland: Damit die Menschen Anreize haben, auf die Öffis umzusteigen, braucht es mehr und günstige Park- und Rideanlagen an den Bahnhöfen. Die AK setzt sich für Kombitickets ein, die günstiges Parken mit Öffi-Tickets verbinden.

Nahverkehr weiter ausbauen: Mit dem Fahrplanwechsel fährt die S45 endlich von 6 bis 19 Uhr im 10-Minuten-Takt. Aber auch alle anderen S-Bahnen müssen mindestens im 15-Minuten-Takt fahren. Zusätzlich müssen die Zeiträume fürs Umsteigen vom Bus auf die S-Bahn und umgekehrt verbessert werden.

Fahrgastrechte weiter verbessern: Fahrgastrechte gelten seit einem Jahr. Aber noch immer gibt es Probleme bei der Auszahlung. Wer Bus fährt, braucht ebenfalls Fahrgastrechte, etwa eine Entschädigung bei Unpünktlichkeit, wie die Bahn-PendlerInnen.

Der Verkehrsverbund Ostregion soll Verhandlungen über Nahverkehr koordinieren: Die Nahverkehrsversorgung wird über die Verkehrsdiensteverträge geregelt. Bisher verhandelt jedes Bundesland einzeln. Das ist angesichts der zunehmenden Verflechtung der Ostregion nicht mehr zeitgemäß: Der Verkehrsverbund Ostregion muss koordinierend für Wien, Burgenland und Niederösterreich die Verhandlungen führen.

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