Stadt Wien erhält ÖGUT-Umweltpreis für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung

Maßnahme für Klimaschutz, Luftgüte und Lebensqualität

Wien (OTS) - Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) als Plattform für Umwelt, Wirtschaft und Verwaltung zeichnet jedes Jahr herausragende Projekte im Bereich Umwelt, Nachhaltigkeit und Gesellschaft aus. In diesem Jahr erhält die Stadt Wien für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung den ÖGUT-Umweltpreis.

Die positive Wirkung des Parkpickerls lässt sich bereits wenige Monate nach der Erweiterung beobachten: So steigen immer mehr Menschen schon außerhalb Wiens auf die öffentlichen Verkehrsmittel um, die Überparkung in den bewirtschafteten Gebieten nimmt ab, in den neuen Gebieten gibt es wieder mehr Platz und weniger Lärm.

"Wirksamer Klimaschutz und die Verbesserung der Luftqualität in der Stadt sind zentrale Aufgaben, die es in Wien zu lösen gilt. Zur Bewältigung beider Herausforderungen ist eine sinnvolle Lenkung des Verkehrs ein Schlüsselfaktor. Mit der Parkraumbewirtschaftung ist es der Stadt gelungen, trotz wachsender EinwohnerInnenzahlen die Verkehrsbelastung insgesamt zu senken, mit allen positiven Auswirkungen auf Klima- und Feinstaubbilanz. Gleichzeitig bietet die Stadt Wien mit der Jahreskarte um 365 Euro und dem stetigen Ausbau des Öffi-Verkehrsnetzes attraktive Anreize, das Auto immer öfter stehen zu lassen. Dieser Preis gehört allen Wienerinnen und Wienern. Sie haben Wien in den letzten Jahren zum Europameister in Sachen umweltfreundliche Fortbewegung gemacht. Nirgendwo sonst wird so viel Öffi gefahren, zu Fuß gegangen oder Rad gefahren. Das macht unsere Stadt aus", so Maria Vassilakou, Wiens Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin.

Mehr Lebensqualität in den Bezirken

Auch die Bezirke 12, 14, 15, 16 und 17, in denen am 1. Oktober die Parkraumbewirtschaftung in Bezirksteilen eingeführt wurde, betonen im Zuge der Preisverleihung die positiven Effekte auf die Lebensqualität im Bezirk. "Wir sind mit der Parkraumbewirtschaftung sehr zufrieden und bekommen eine Vielzahl an positivem Feedback von der Bevölkerung. Es gibt einen massiven Rückgang an verparkten Flächen und eine Verbesserung der Luftqualität. Besonders in den Abend- und Nachtstunden profitieren die BezirksbewohnerInnen von einem spürbaren Lärmrückgang. Wir werden, wie angekündigt, die Parkplatzsituation im nächsten halben Jahr evaluieren und dann über eine mögliche weitere Ausweitung entscheiden", erklärt die Meidlinger Bezirksvorsteherin Gabriele Votava.

"Die durchwegs positiven Rückmeldungen von BewohnerInnen bestätigen den Erfolg der gesetzten Lenkungsmaßnahme. Die freie Stellplatzkapazität und die Auslastung der P&R-Anlagen in U-Bahn-Nähe sprechen ebenfalls dafür, dass die Parkraumbewirtschaftung wirkt. Ab 1.Jänner 2013 tritt eine weitere Ausweitung in Kraft, die mittlerweile auch von vielen BürgerInnen außerhalb der Zone gewünscht wird", zeigt sich der Penzinger Bezirksvorsteher-Stellvertreter Robert Pschirer ebenfalls zufrieden.

Und auch der Bezirksvorsteher des 15. Wiener Gemeinderbezirks, Gerhard Zatlokal, unterstreicht die positiven Auswirkungen des Parkpickerls auf den Bezirk: "Nach den positiven Erfahrungen mit dem Parkpickerl im Bereich der Stadthalle, haben wir uns für eine Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung auf den gesamten 15. Bezirk entschieden. Mit dem Erfolg, dass es jetzt spürbar weniger Parkplatzsuchverkehr gibt, wodurch Abgase und Lärm merklich reduziert wurden. Unter dem Strich bleibt somit mehr Lebensqualität für die Rudolfsheim-FünfhauserInnen!"

Ein ähnlich positives Resumée zieht der 16. Bezirk. "Mit der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung im 16. Bezirk kommen wir einem Wunsch der Bevölkerung nach. Durch die Zonen-Erweiterung werden die AnrainerInnen spürbar entlastet und können um vieles leichter einen Parkplatz finden. Parallel gilt es den Ausbau von Garagen weiter zu forcieren. Die U3-Anbindung dafür ist vorhanden", stellt der Ottakringer Bezirksvorsteher Franz Prokop klar.

Auch in Hernals stellt Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer eine sichtbare Verbesserung der bewirtschafteten Zonen fest: "Nicht nur, dass es mehr freie Parkplätze gibt, auch der Verkehr im Bezirk hat sich spürbar verringert. Das bedeutet mehr Lebensqualität für den Bezirk: Die Leute gehen auch lieber zu Fuß und die Autofahrer finden unmittelbar vor der Haustüre einen Parkplatz. Die Maßnahme wirkt, dennoch sollten Park & Ride-Anlagen für EinpendlerInnen weiter ausgebaut und Verdrängungseffekte bereinigt werden."

Nähere Informationen zum Umweltpreis unter www.oegut.at

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Andreas Baur
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