Nationalrat - Heinzl: Professionelle Entschärfung von Bomben und Kriegsmaterialien sichergestellt

Wien (OTS/SK) - "Während des zweiten Weltkrieges wurden rund 120.000 Tonnen Bomben abgeworfen, das geht aus Aufzeichnungen der US-Streitkräfte hervor. Anders gesagt, es fielen 500.000 Bomben auf Österreich, davon wurden rund 25.000 zu Bombenblindgängern und, obwohl bereits viele entschärft wurden, gibt es noch rund 15.000, die noch nicht entschärft sind", erklärte SPÖ-Abgeordneter Anton Heinzl heute im Rahmen seiner Rede zur Sprengmittelgesetz-Novelle im Parlament. In Zukunft wird nur mehr das Verteidigungsministerium für die Sicherung und Vernichtung von Kriegsmaterial zuständig sein, und nicht mehr gemeinsam mit dem Innenministerium. "Dies bringt jährliche Einsparungen in der Höhe von 500.000 Euro und ist ganz im Sinne einer Verwaltungsvereinfachung", betonte Heinzl. ***

Die Bombenblindgänger stellen ein schweres Erbe für Österreich dar. Das sei auch im Alltag zu spüren, so Heinzl: "Es gibt kein größeres Bauprojekt in Österreich, wo nicht Bomben zu Tage gefördert werden. Die sichere Entschärfung und Beseitigung gehört zu den gefährlichsten und wichtigsten Aufgaben, die es in Österreich gibt. Es gibt leider dabei auch Todesopfer zu beklagen, so starben zwei Mitarbeiter des Entminungsdienstes bei der Unschädlichmachung einer Fliegerbombe 2003 in Salzburg", so Heinzl.

Besonders wichtig sei es, dass mit dem vorliegenden Gesetz sichergestellt ist, dass die Entschärfung von Bombenblindgängern und sonstigem Kriegsmaterial auch weiterhin höchst professionell und nach höchst möglichen Sicherheitsstandards durchgeführt wird. Abschließend bedankte sich Heinzl bei den Expertinnen und Experten des Entminungsdienstes für ihre wichtige Arbeit. (Schluss) ph/sv

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