BZÖ-Westenthaler: "Gesamtkriminalität ist zu hoch, die Aufklärungsquoten zu gering"

BZÖ-Sicherheitssprecher fordert Kooperation von Polizei und privaten Sicherheitsfirmen

Wien (OTS) - "Die Gesamtkriminalität ist in Österreich zu hoch und die Aufklärungsquoten zu gering. Fast jede Minute passiert ein Verbrechen. Die Kriminalität befindet sich in Österreich auf sehr hohem Niveau und ist noch zusätzlich um 0,8 Prozent gestiegen. Damit kann man sagen, dass ÖVP-Innenministerin Mikl-Leitner bei ihrem im Budget festgesetzten "Ziel", die Zahl der Verbrechen pro 100.000 Einwohnern von 7.174 auf 7.900 zu erhöhen, einen ersten "Erfolg" erreicht hat, weil die Kriminalität jetzt schon gestiegen ist", sagte BZÖ-Sicherheitssprecher Abg. Peter Westenthaler im Rahmen der Parlamentsdebatte zum Sicherheitsbericht.

Westenthaler verwies auf einen Vergleich der Kriminalitätsbekämpfung zwischen Wien und München durch den Rechnungshof. "In München funktioniert die Verbrechensbekämpfung besser, weil die Außendienstpräsenz der der Polizei dort 70 Prozent beträgt, in Wien aber nur 43 Prozent. Die Gesamtaufklärungsquote in Wien von 35 Prozent ist jedenfalls eine Katastrophe."

Der BZÖ-Sicherheitssprecher kritisierte die geringe Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen von nur 7,5 Prozent. Das Bundeskriminalamt habe die Kriminalitätsentwicklung des Vorjahres schon im Jänner dieses Jahres präsentiert und dort Unwahrheiten behauptet, etwa, dass Einbrüche in bewohnte und unbewohnte Wohnungen und Einfamilienhäuser sinken würden. "In Wahrheit sind aber nach dem vorliegenden Sicherheitsbericht die Einbrüche in die nicht bewohnten Einfamilienhäuser um 17,9 Prozent gestiegen. Auch die ohnehin schon skandalös geringe Aufklärungsquote bei Einbrüchen in Einfamilienhäuser ist weiter gefallen, aber das Bundeskriminalamt feiert sich ab, weil mehr Täter ertappt worden sind", so Westenthaler.

Die Innenministerin habe, was Kriminalitätsentwicklung und Aufklärungsquote betrifft, jedenfalls enormen Handlungsbedarf. "Ich appelliere an Mikl-Leitner, auch mit den privaten Sicherheitsdiensten zu kooperieren, wie das auch etwa in München passiert. Es gibt in Österreich 12.000 in 211 privaten Sicherheitsfirmen. Hier könnte man durch eine Kooperation von Polizei und Sicherheitsfirmen tolle Synergien besonders im Bereich der Einbruchdiebstähle finden", betonte Westenthaler.

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