Nationalrat - Steßl-Mühlbacher: Besuchsvermittlung ist wichtiges familienrechtliches Instrument

Neues Namensrecht moderner "Meilenstein"

Wien (OTS/SK) - "Weder die Interessen der Väter noch der Mütter dürfen im Vordergrund stehen, das was zählt sind die Interessen der Kinder", hat SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sonja Steßl-Mühlbacher heute, Mittwoch, klargestellt. In der Nationalratssitzung betonte sie, dass "klare Verhältnisse" geschaffen werden müssen, "damit der Streit nicht am Rücken der Kinder ausgetragen wird". Dies sei durch die neuen familienrechtlichen Bestimmungen möglich. ****

Besonders hob Steßl-Mühlbacher die Familiengerichtshilfe und die neuen Besuchsvermittlerinnen und -vermittler hervor: "Wenn Eltern so zerstritten sind, dass es nicht mehr möglich ist, dass sich die Erwachsenen unter die Augen treten können, ist das Instrument der Besuchsvermittlung ein sehr wichtiges." Das Bild einer traditionellen Vater-Mutter-Kind-Familie, erklärte Steßl-Mühlbacher, sei nicht mehr aktuell: "Die Realität sieht anders aus, wir haben Patchwork-Familien, 50 Prozent Scheidungsfälle und es gibt Regenbogenfamilien: Wir als Gesetzgeber müssen auf diese Fälle reagieren."

Das Namensrecht kommentierte Steßl-Mühlbacher als "Meilenstein": "Es ist ein modernes Namensrecht, mit Auswahlmöglichkeiten." Trotzdem gibt es, so die SPÖ-Abgeordnete noch einiges zu tun; so forderte sie Justizministerin Karl auf, noch weitere Reformen in diesem Bereich zu setzen: "Wir haben nach wie vor eine offene Diskriminierung bei schwulen und lesbischen Doppelnamen. Da es in diesen Beziehungen keinen Bindestrich zwischen den Namen gibt, kann man auf den ersten Blick erkennen, dass eine Person homosexuell ist. Das sollten wir auf jeden Fall ändern." (Schluss) ok/mo

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