Leitl: Österreichs duale Ausbildung inspiriert Brüssel

EU-Kommission schnürt Paket für Jugendbeschäftigung mit Job- bzw. Ausbildungsgarantien und Förderung von Lehrlingssystemen

Wien (OTS/PWK907) - "Das heute von der Europäischen Kommission vorgelegte Paket für Jugendbeschäftigung zeigt deutlich, dass Europa bereit ist, von den Besten zu lernen", so der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl. "Unsere im europäischen Vergleich niedrige Jugendarbeitslosigkeit ist zum einen auf das System der dualen Berufsausbildung zurückzuführen, zum anderen auf unseren dynamischen und flexiblen Arbeitsmarkt." Die Kommission will duale Ausbildungssysteme nach dem Beispiel von gut funktionierenden Systemen wie dem österreichischen oder dem deutschen fördern. "Die Kommission hat mit ihrer Empfehlung einer Jugendgarantie - unter anderem inspiriert von Österreich und Finnland - ein starkes Signal gesetzt: 15-24-jährige sollen nach Ende ihrer Ausbildung oder nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ein Jobangebot oder einen Ausbildungsplatz bekommen", so der WKÖ-Präsident.

Die Mitgliedstaaten sollen für den Aufbau von Lehrlingssystemen Unterstützung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten: "Durch eine "Ausbildungsallianz für das Lehrlingswesen" sollen sich die Mitgliedstaaten bei der Schaffung von Lehrstellen ehrgeizige Ziele setzen. "Die österreichischen Sozialpartner, die das österreichische Ausbildungssystem als 'best practice-Beispiel' bereits in Paris und Brüssel präsentiert haben, stellen sich für einen Erfahrungsaustausch gerne zur Verfügung", so Leitl. Die Wirtschaftskammer begrüßt ausdrücklich, dass mit den ESF-Mitteln zudem Unternehmensgründungen durch junge Menschen gefördert werden sollen.

Das große Interesse am Beispiel Österreich zeigte auch der rege Besuch einer Veranstaltung zum Thema Jugendbeschäftigung in Österreich, die am Montag in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union in Brüssel stattfand.

Im europäischen Umfeld ist die Jugendarbeitslosigkeit alarmierend hoch: Fast 6 Millionen Jugendliche in der EU sind arbeitslos, mehr als jeder Fünfte unter 25 Jahren findet keinen Job. Es ist nachweisbar, dass jene EU-Länder, die über ein ausgebautes duales Berufsbildungssystem verfügen, am wenigsten von Jugendarbeitslosigkeit betroffen sind. "Jugendarbeitslosigkeit bedeutet den Verlust von Lebens- und Zukunftsperspektiven für eine ganze Generation. Wir brauchen effektive Arbeitsmarktmaßnahmen und Wachstum, um der Jugend in Europa Jobchancen und damit die Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft zu bieten", so der WKÖ-Präsident abschließend. (FA)

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