Brunner: EU muss Kyoto-Protokoll retten

Weltklimavertrag ist Grundvoraussetzung, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten

Wien (OTS) - "Die Klimakonferenz darf nicht an der EU scheitern", warnt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, die derzeit vor Ort bei der Weltklimakonferenz in Doha, Katar ist.
"Die Zukunft des Kyoto-Protokolls liegt in den Händen der Europäischen Union. Scheitert eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls wäre das ein fatales Signal für die Verhandlungen eines neuen Weltklimavertrages, der bis 2015 unterzeichnet werden soll", sagt Brunner. Dieser Weltklimavertrag ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die globale Erderwärmung unter zwei Grad gehalten werden kann. "Besonders die Entwicklungsländer erwarten sich, dass sich Europa ein ambitionierteres Ziel bis 2020 setzt. Das derzeitige 20 Prozent Ziel - also 20 Prozent weniger Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 -hat die Europäische Union jetzt schon erreicht, da bis auf Österreich fast alle Staaten ihre Klimaziele auch eingehalten haben. Das was die EU bis jetzt auf den Tisch gelegt hat ist der Vorschlag, acht Jahre lang nichts zu tun. Die EU muss daher ihr Ziel auf 30 Prozent erhöhen", fordert Brunner.

"Allerdings ist das alles nichts wert, wenn überschüssige Emissionszertifikate aus der ersten Kyoto-Periode in die nächste Periode mitgenommen werden können. Der Zusammenbruch der Industrie in den ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes hat zu einem enormen Überschuss an Emissionsrechten geführt. Wenn Polen, Russland und andere Kyoto-Staaten ihre 13 Milliarden Tonnen mit in die nächste Verpflichtungsperiode mitnehmen und damit handeln können, dann gute Nacht Klimaschutz", meint Brunner.

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