vida: Durchschnittlich 3,4 Prozent mehr Lohn in Reinigungsbranche

Deutliche Verbesserungen für rund 40.000 Beschäftigte durchgesetzt

Wien (OTS/ÖGB) - Nach intensiven Verhandlungen über die letzten eineinhalb Jahre hat die Gewerkschaft vida einen richtungsweisenden Abschluss für die Denkmal- Fassaden- und Gebäudereinigung erreicht. Neben einem durchschnittlichen Plus von 3,4 Prozent bei den Löhnen konnten endlich auch die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten deutlich verbessert werden. Davon profitieren rund 40.000 ArbeitnehmerInnen, rund 70 Prozent davon Frauen.

"Der Abschluss glänzt für viele vielleicht erst auf den zweiten Blick", sagt Ursula Woditschka, Sekretärin der vida-Bundesfachgruppe Reinigung und Wartung. Nominell werden die Löhne um 1,2 Prozent erhöht, aber durch die Änderungen im Rahmenkollektivvertrag ergibt sich ein durchschnittliches Plus von 3,4 Prozent, bei den Lehrlingen sind es sogar 12,3 Prozent." Beispielsweise werden die Lohngruppen neu geordnet. Qualifikation und Erfahrung finden stärkeren Niederschlag als bisher, ebenso werden besonders anstrengende Tätigkeiten besser entlohnt. Dasselbe gilt für Arbeit, die hohe Flexibilität erfordert, beispielsweise die Zimmerreinigung im Tourismus, die meist zu Randzeiten stattfindet und wo der Arbeitsaufwand von vielen äußeren Faktoren abhängt.

"Mit dem neuen Rahmenkollektivvertrag haben wir auch maßgebliche Verbesserungen bei den Sonderzahlungen erreicht", so Woditschka, "Weihnachts-und Urlaubsgeld müssen künftig zu fixen Terminen ausbezahlt werden, bis 15. Juni beziehungsweise 15. November. Das heißt, die Beschäftigten haben das Geld zur richtigen Zeit zur Verfügung." Ab 2013 müssen außerdem Überstunden und Zulagen für die Weihnachtsremuneration, und ab 2014 auch für den Urlaubszuschuss miteinberechnet werden. Die Verfallsfristen, innerhalb derer Beschäftigte Ansprüche geltend machen können, wurden auf zwölf Monate verlängert. Zusätzlich werden Zeiten der Elternkarenz im Ausmaß von 16 Monaten auf Ansprüche, die von der Dauer der Beschäftigung abhängen, wie zum Beispiel Abfertigung Alt oder Urlaubsanspruch, angerechnet. Für die Lehrlinge erfreulich: Ab Jänner 2013 übernehmen die Arbeitgeber die Kosten für den Internatsaufenthalt während der Berufsschulzeit.

Eine Errungenschaft ist auch, dass die Arbeitsbedingungen endlich österreichweit einheitlich geregelt sind, sowohl der Rahmenvertrag als auch die Lohntabellen gelten bundesweit. Damit können die Beschäftigten zu vergleichbaren Bedingungen arbeiten. "Dieser Abschluss ist ein erster, wichtiger Schritt, das Ziel ist aber noch nicht erreicht. Es muss noch einiges passieren, um das Image der Branche und die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern. Schon ab Jänner wird sich die Gewerkschaft in weiteren Verhandlungen mit den Arbeitgebern dafür einsetzen", so Woditschka abschließend.

Der neue Rahmenkollektivvertrag und die Lohntabellen gelten ab 1. Jänner 2013.

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