FP-Kappel: Stadthallenbad reiht sich ein in Serie von Wiener Bauskandalen

Skandalchronik geprägt von Unprofessionalität und Vetternwirtschaft

Wien (OTS/fpd) - "Die verpatzte Sanierung des Stadthallenbads reiht sich nahtlos ein in eine Serie von Bauskandalen der Gemeinde Wien", kritisiert die Wirtschaftssprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Barbara Kappel heute anlässlich der Gemeinderatssondersitzung zum Thema Stadthallenbad, "Der Flughafen Wien, der Pratervorplatz, der neue Hauptbahnhof und bald auch das Krankenhaus Nord - die Wiener Skandalchronik ist lang, geprägt von Unprofessionalität und Vetternwirtschaft, was politisch leider ohne Konsequenzen bleibt."

Erst Ende Oktober dieses Jahres hat das Wiener Kontrollamt im Rahmen einer Nachprüfung zur Querschnittsprüfung der Maßnahmen zur Einhaltung der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Stadthallenbads maßgebliche Fehler bei Vergabe und Ablauf der Reparaturarbeiten bestätigt. So sei zur Schadensfeststellung eine bloße Sichtkontrolle vorgenommen worden. Ebenso sei ein Planungsbüro mit der Bauaufsicht beauftragt worden, das keinerlei einschlägige Expertise für die Durchführung solcher Aufsichtstätigkeiten hatte. Außerdem war der damalige technische Direktor der Stadthalle Geschäftsführer eines Unternehmens, an dem das beauftragte Planungsbüro beteiligt war, berichtet Kappel weiter.

Für dieses Sanierungs-Versagen beim Stadthallenbad wurden die zwei zuständigen Manager am Jahresende mit einer Erfolgsprämie von je 36.000 Euro abgefunden. "Auch das Auszahlen von Prämien für völliges Managementversagen hat System in Wien, denn die Ex-Vorstände am Flughafen Wien haben ebenfalls trotz Bauskandal noch satte Boni eingestreift", kritisiert Kappel, "und das alles bleibt ohne Konsequenz auf politischer Ebene. Gerade beim Flughafen Wien, wo die Gemeinde 20 Prozent der Anteile hält und das Kontrollamt bereits aufgezeigt hat, dass Vorstandsbestellungen im Syndikatsrat besprochen wurden und in Bezug auf Wien auf Weisung des Wiener Finanzdirektors erfolgte."

"Die Reihe der roten und zukünftig auch rot-grünen Bauskandale wird leider nicht abreißen, da bei den politischen Verantwortungsträgern keinerlei Einsicht zu erkennen ist. Wie sonst ist es erklärbar, dass für den Bau des Krankenhauses Nord wieder kein Generalunternehmer bestellt wurde", erklärt Kappel, "hier wird das Geld der Wiener Steuerzahler bedenkenlos aus dem Fenster geworfen." (Schluss) hn

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