FP-Herzog fordert sofortige Behebung der Mängel beim Check in- 3

Skylink insbesondere Senioren und Gehschwache zugänglich machen

Wien (OTS/fpd) - Die Baukosten des Terminals Check in-3 - vormals Skylink - beim Flughafen Wien liegen laut offiziellen Angaben bei 760 Millionen Euro. Zuletzt waren 840 Millionen Euro veranschlagt. Trotz einer 13 Jahre langen Plan- und Bauzeit gibt es nach wie vor unzählige Mängel, kritisiert der Wiener FPÖ-Landtagspräsident, Johann Herzog im Zuge der heutigen Sondergemeinderatssitzung.

Bereits wenige Tage vor der Eröffnung traten Probleme auf. Im Eilzugstempo verordneten die Behörden beispielsweise noch eine zusätzliche Fluchtstiege. Ebenfalls vor dem offiziellen Startschuss mussten sechs Kilometer Stromkabel wieder aus den Schächten gezogen werden, weil der Weichmacher unter den Kabeln heraustropfte, berichtet Herzog.

Derzeitige Mängel: unnötig lange Fußmärsche in "düsteren Schläuchen" mit bis zu 680 Metern, Mangel an Gehhilfen, chaotische Leitsysteme, viel zu enge Rolltreppen, zu wenige und schwer erreichbare Toiletten, leerstehende Geschäfte, ungenügende Taxi-Standplätze für Wiener Taxis und unzählige Barrieren für Behinderte in der Abflugzone, führt Herzog weiter aus, "Die Mängel- und Beschwerdeliste beim neuen Skylink- Check in- 3 am Wiener Flughafen ist lang."

Die Gesamtgestaltung ist ein planungsmäßiger Fehlschlag. Die Gehwege von der S-Bahn-Station, vom Abflug sind für alle Reisenden eine Zumutung, für Senioren, Gehschwache und Menschen mit besonderen Bedürfnissen aber eine Qual. Endlose Gehwege, zu wenige und zu kleine Aufzüge und nur fallweise Laufbänder, die die ewig langen Wegstrecken nicht wirklich verkürzen.

Außerdem wurden die gebührenpflichtigen Parkplätze im Ankunftsbereich auf 4,60 Euro für jede halbe Stunde massiv verteuert. Bei Verspätungen von Flügen sind besonders Taxis gezwungen, massive Kostenbelastungen in Rechnung zu stellen und auch die Wartefläche für Wiener Taxis bei der Ankunft ist mangels Aufzügen für Rollstuhlfahrer nicht einmal erreichbar, kritisiert Herzog.

Die von Behindertenverbänden unter Androhung von Klagen geforderten Nachbesserungen dürften laut dem Vorstand Julian Jäger erneut "einen einstelligen Millionenbetrag" verschlingen. Dieser sei aber angeblich in den Gesamtkosten von 760 Millionen Euro schon inkludiert.

SP-Stadträtin Brauner ist daher als Eigentümervertreterin der Beteiligung der Stadt Wien an der Flughafen AG aufgefordert, auf alle möglichen Maßnahmen zu drängen, um die Mängel am Flughafen Check in-3 möglichst kostengünstig und zeitgerecht zu beseitigen. Insbesondere ist dafür Sorge zu tragen, dass alle Fluggäste, auch Senioren, Behinderte und Gehschwache den Check in- 3 ohne massive Einschränkungen benützen können, schließt Herzog. (Schluss) hn

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