Ikrath: Kindeswohl im Mittelpunkt des Familienrechtspakets

Novelle trägt wandelnden Familienstrukturen Rechnung!

Wien, 05. Dezember 2012 (OTS/ÖVP-PK) - "Das von Justizministerin Karl vorgelegte Paket stellt einen Durchbruch im Familienrecht dar", sagte ÖVP-Justizsprecher Michael Ikrath heute, Mittwoch, im Rahmen der entsprechenden Plenardebatte. Mit vollem Recht könne die umfassende Novelle als großer Wurf bezeichnet werden, weil damit das Familienrecht den sich in den letzten 10 bis 20 Jahren und vor allem im urbanen Raum wandelnden Familienstrukturen Rechnung trägt. Für die ÖVP stellte Ikrath klar, dass die klassische Kernfamilie nach wie vor das Idealbild sei und auch insgesamt als gesellschaftspolitisches Leitbild fungiere.

"Rechtliche Festlegungen im so sensiblen Beziehungsgeflecht zwischen Kindern und Eltern müssen vorsichtig und behutsam getroffen werden, wobei in jedem Fall das Kindeswohl im Zentrum aller Überlegungen gestanden ist", so Ikrath weiter, der betonte, dass es mit dieser Novelle erstmals gelungen sei, Kindeswohl anhand von juristischen Kriterien zu definieren. Damit schaffe man eine Orientierungshilfe und Leitlinie für Eltern, Behörden und Gerichte.

Weitere familienrechtliche Zielsetzungen seien die Beschleunigung der Entscheidungen der Familiengerichte, um den Schwebezustand rechtlicher Unsicherheit zum Wohle der Kinder und Familien so kurz wie möglich zu halten. Darüber hinaus sei die nun neu geschaffene Möglichkeit der Gewährung gemeinsamer Obsorge auch im Trennungsfall eine wichtige Novität. Auch können nicht verheiratete Väter in Zukunft die Obsorge beanspruchen. "Insgesamt ist der heutige Tag ein guter Tag für Österreichs Familien, ein guter Tag für unsere Kinder!", so Ikrath abschließend. (Schluss)

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