Becker: Mit Jugendgarantie zieht EU-Kommission nur die halbe Lehre

EU-Kommission schlägt "Jugendgarantie" vor: nicht mehr als vier Monate ohne Job oder Ausbildung

Brüssel, 5. Dezember 2012 (OTS) "Mit der heute vorgeschlagenen 'Jugendgarantie' zieht die EU-Kommission nur die halbe Lehre aus
der sensationell niedrigen Jugendarbeitslosigkeit in Österreich. Wenn Europa mehr wie Österreich, Deutschland und die Schweiz auf das duale Ausbildungssystem setzen würde, könnte der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit noch erfolgreicher sein", so der Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament, Heinz K. Becker. Trotzdem lobt Becker den Vorschlag: "Österreichs Arbeitsmarkt steht heute im europäischen Rampenlicht. Die Medizin, die in Österreich wirkungsvoll war, soll jetzt in der ganzen EU verabreicht werden. Der Vorschlag der EU-Kommission, die österreichische Jugendbeschäftigungsgarantie EU-weit einzuführen, ist eine Anerkennung des österreichischen Erfolgs", erklärt Becker. ****

Becker fordert aber auch "endlich einen konkreten Vorschlag"
der EU-Kommission zur Neustrukturierung der Berufsausbildung in Südeuropa nach dem Vorbild des dualen Ausbildungssystems: "Den Einwand, dass dies keine Zuständigkeit der EU sei, lasse ich nicht gelten. Die Regierungen der Mitgliedstaaten haben beim Junigipfel ganz klar den Auftrag gegeben, neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vorzuschlagen. Das duale Berufsausbildungssystem führt nachweislich zu einer Erhöhung der Jugendbeschäftigungsquote. Diese Datenlage kann niemand ignorieren. Es wäre dumm, wenn Europa nicht auch aus diesem Erfolg die richtigen Lehren zieht", so Becker

Der heutige Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass alle Mitgliedsländer dafür sorgen sollen, dass kein junger Mensch länger als vier Monate ohne Job oder Weiterbildung bleibt. Dazu sollen Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds genutzt werden. Besonders in Südeuropa hat die Zahl der jungen Menschen ohne Job seit Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise drastische Ausmaße erreicht. In Spanien und Griechenland ist mehr als jeder zweite Jugendliche ohne Beschäftigung, in Italien sind es mehr als ein Drittel. In Österreich hingegen nur 8,7 Prozent.

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