Nationalrat - Kräuter: Profiheer ist volkswirtschaftlich günstiger

Ende des Zwangsdienstes macht Weg frei für zwei qualifizierte, sinnvolle Berufe

Wien (OTS/SK) - Sowohl volkswirtschaftlich als auch individuell betrachtet sei das Profiheer die kostengünstigere und effizientere Alternative zum derzeitigen Zwangsdienst für junge Männer, erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter heute, Mittwoch, in der Aktuellen Stunde im Nationalrat. "Volkswirtschaftlich bedeutet die Wehrpflicht einen ineffizienten Einsatz von Arbeit und Kapital - wie auch ein aktuelles Gutachten aus den Reihen der ÖVP bestätigt - und individuell einen fünf Prozent geringeren Lebensverdienst für die Betroffenen", sagte Kräuter. Mit der Umstellung auf ein Profiheer würden diese unhaltbare Situation abgeschafft. "Jungen Frauen und Männern wird endlich die Chance auf eine Top-Ausbildung und einen interessanten und sinnvollen Beruf beim Bundesheer geboten." ****

Die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen wie internationale Terrorbekämpfung, Massenvernichtungswaffen und Cyberattacks, aber auch der Katastrophenschutz, erfordern Profis und keine Systemerhalter. "Es ist kein effizienter Mitteleinsatz, wenn Wehrpflichtige als Fahrer oder Kellner und Köche tätig sind", sagte Kräuter. Eindrucksvolle Schilderungen über die Sinnlosigkeit und Absurdität des Zwangsdienstes seien auf der Homepage www.wehrpflichtade.at nachzulesen.

Das Ende der Wehrpflicht mache den Weg außerdem für einen weiteren interessanten und qualifizierten Beruf frei: Das freiwillige Soziale Jahr eröffnet jenen Frauen und Männern, die professionell bei der Rettung, in der Altenversorgung oder der Pflege tätig sein wollen, eine fair bezahlte Berufsperspektive. "Gerade Frauen können das bezahlte freiwillige Soziale Jahr als Chance für ein Berufseinstieg oder -wiedereinstieg im Sozial- und Gesundheitsbereich nutzen," hob Kräuter hervor. (Schluss) ph/bj

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