Heinisch-Hosek: Ausweitung der Pflegefreistellung ist Quantensprung für Österreichs Familien

Künftig leibliche Eltern, die nicht mit dem Kind im Haushalt leben, Patchwork-Eltern und Regenbogen-Eltern erfasst

Wien (OTS) - "Was heute im Parlament beschlossen wird, ist ein Quantensprung für Österreichs Familien. Wir weiten den Anspruch auf Pflegefreistellung aus - und zwar auf jene Eltern, die nicht im gleichen Haushalt leben wie ihr Kind, Patchwork-Eltern und Regenbogen-Eltern", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Damit würden jetzt zwei Gruppen von Personen neu in den Pflegefreistellungs- Anspruch aufgenommen, die ihn vorher nicht hatten - einerseits Patchwork-Eltern sowie Regenbogeneltern und anderseits leibliche Eltern, die nicht mit dem Kind im selben Haushalt leben.

Als nahe Angehörige gelten künftig auch die leiblichen Kinder von EhepartnerInnen, LebensgefährtInnen und eigetragenen PartnerInnen. Es wird also z.B. für einen Patchwork-Papa möglich, das Kind seiner Partnerin zu pflegen, wenn es krank ist und zuhause bleibt. Und auch für eingetragene PartnerInnen wird es möglich, das Kind des/der PartnerIn zu pflegen. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass die Person mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt lebt.

Und in Zukunft haben auch leibliche Eltern, die mit einem Kind nicht im selben Haushalt leben, Anspruch auf Pflegefreistellung - also z.B. ein geschiedener Vater, der nach der Scheidung ausgezogen ist. Dieser Anspruch ist unabhängig davon, ob dieser Elternteil die Obsorge für das Kind hat. Es wird also in Zukunft möglich, dass sich beide Eltern auch nach der Scheidung um das gemeinsame Kind kümmern, wenn es krank ist. Damit wurde der Ansatz aus dem Familienrechtspaket konsequent weitergeführt, nämlich: Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt.

Und künftig wird es eine Pflegefreistellung für die leiblichen Eltern, Patchwork- Eltern und Regenbogeneltern bei Begleitung ins Krankenhaus für Kinder bis zum 10. Lebensjahr geben.

"Mit dieser Ausweitung reagieren wir auf eine gesellschaftliche Entwicklung, die weg geht von der klassischen Kernfamilie und hin zu mehr Patchwork, zu AlleinerzieherInnen, zu Regenbogenfamilien -kurzum: hin zu mehr Vielfalt bei den Familien", sagte die Ministerin. "Das ist ein Riesenschritt in Richtung der Anerkennung von modernen Familienkonstellationen. Es gibt heute so viel mehr Familienformen als nur Vater-Mutter-Kind. Und ich sage: Gut so, die Gesellschaft wird bunter, vielfältiger, und es ist die Aufgabe von uns PolitikerInnen, darauf zu reagieren", so Heinisch-Hosek zum Schluss.

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Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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