FP-Frigo: Stadthallenbad braucht einen Tauchturm!

Trainingsmöglichkeiten für Spitzensport in Wien nicht gegeben

Wien (OTS/fpd) - "Wien braucht unbedingt ein Indoor-Tauchzentrum, das auch einen Tauchturm von mindestens 12m bietet", fordert heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo im Zuge einer Pressekonferenz mit den Tauchsportexperten Henriette Kissling und Thomas Steigberger vom Klub "Divestyle". Das sich im Umbau befindliche Stadthallenbad würde hierfür in Bezug auf Standort und Größe sämtliche Voraussetzungen erfüllen und sei daher als Trainingsmöglichkeit für den Spitzen- und Breitensport bestens geeignet, so es entsprechend ausgebaut würde.

Bei SPÖ-Sportstadtrat Oxonitsch sollten längst die Alarmglocken läuten. Immerhin habe Österreich bei den Olympischen Sommerspielen in London nicht eine Medaille nach Hause gebracht. Wie auch, wenn nicht einmal die Bundeshauptstadt die Infrastruktur zur Ausübung diverser Wassersportarten auf internationalem Niveau anbieten könne. Angesichts dieser Zustände ist es nicht verwunderlich, wenn Spitzensportler entweder ins Ausland ausweichen oder dem Sport ganz den Rücken kehren müssen, kritisiert Frigo.

Dabei hätte die Förderung solcher Einrichtungen, wie eben ein Tauchsportzentrum, auf Grund des großen Einzugsgebietes sehr wohl auch einen wirtschaftlichen Vorteil für Wien, wie Beispiele in Deutschland, Holland oder England zeigen. Der einzige öffentlich zugängliche Tauchturm in Österreich mit einer Tiefe von 11m befinde sich in Seiersberg. Trotz der miserablen Trainingsbedingungen hat Österreich in den letzten Jahren im Bereich Apnoetauchen beachtliche Erfolge erzielt, unter anderem 32 Weltrekorde. Wie die beiden Tauchexperten Kissling und Steigberger betonen, gehe es insbesondere auch um den Sicherheitsaspekt. "Eine fundierte Ausbildung sowie ein verantwortungsbewusstes und vor allem regelmäßiges Training erfordern einen tieferen Tauchbereich als es herkömmliche Schwimmbäder bieten können", so die Experten unisono.

Der Tauchsport habe sich in den letzten Jahren zum Breitensport entwickelt. Dabei gehe es nicht nur um Geräte- und Freitauchen, sondern auch um Flossenschwimmen, Unterwasser-Rugby oder Handicap-Tauchen. Dennoch gebe es in Wien derzeit viel zu wenig Möglichkeiten für Tauchschulen und -vereine, im Hallenbad zu tauchen oder Prüfungen abzulegen, da man dafür eine Wassertiefe von mindestens 5 Metern benötigt bzw. einen eigenen Tauchbereich der vom Badebereich abgegrenzt ist. Optimal für den gesamten Tauchsport wäre ein Tauchturm mit einer Tiefe von 20m.

"Gerade in der heutigen Zeit, wo Kinder und Jugendliche oft in virtuelle Welten verfallen, muss es der Weltstadt Wien ein Anliegen sein, mit entsprechenden Sportstätten dafür zu sorgen, dass Vereine eine attraktive Alternative zu einem sozialen, sportlichen und gesunden Miteinander bieten können. Wenn beim Stadthallenbad schon bisher alles schief gegangen ist, was nur schief gehen konnte, so müssen Finanzstadträtin Brauner und Sportstadtrat Oxonitsch bei Fortsetzung der Umbau- und Sanierungsarbeiten auch den unbedingt notwendigen Tauchturm einplanen und realisieren", fordert Frigo abschließend. (Schluss) hn

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