AK-Wissenschaftspreis 2012 zum Thema "Zukunft von Arbeit und Beschäftigung" verliehen

Linz (OTS) - Arbeit ist für die Menschen der wesentliche Faktor zur Sicherung der Lebensbedürfnisse. Deshalb stand der 29. Wissenschaftspreis, den die AK in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz vergibt, unter dem Motto "Zukunft von Arbeit und Beschäftigung". 34 Arbeiten wurden eingereicht, eine Preisträgerin und zwei Preisträger wurden ausgezeichnet.

"Der Arbeiterkammer ist das Thema 'Zukunft von Arbeit und Beschäftigung' naturgemäß ein Kernanliegen. Denn die Fragen der Globalisierung, der Auswirkungen von Krisen oder der Veränderung von Arbeitsbedingungen nehmen entscheidenden Einfluss auf das Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer bei der Preisverleihung.

"Die Erkenntnisse wissenschaftlicher Arbeiten sind für uns mehr als graue Theorie. Sie sind das Fundament für unsere Aktivitäten zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer."

Ein Foto zur Preisverleihung finden Sie unter
http://www.arbeiterkammer.com/online/ak-wissenschaftspreis-70208.html
im Internet.

Die Preisträger/-in und ihre Arbeiten

- Ing.in Mag.a Zinaida Campara Mescic untersuchte in ihrer Diplomarbeit Aspekte der Nostrifizierung ausländischer Diploma in Österreich. Viele Migranten/-innen sehen sich mit Diskrimi-nierung und mangelnder Anerkennung ihrer im Herkunftsland erworbenen Qualifikationen konfrontiert. Auf der Basis der Analyse der Erfahrungen von Migranten/-innen formuliert die Autorin Empfehlungen für die Erleichterung der Anerkennungsverfahren.

- Mag. Michael Lindner zeigt in seiner Diplomarbeit auf, wie politische Interessen auf die Reform der EU-Arbeitszeitricht-linie eingewirkt haben. Die Ergebnisse seiner Untersuchung zeigen, dass sich die durch bessere Organisierung und umfangreiche Ressourcen abgesicherten wirtschaftlichen Interessen deutlich stärker durchgesetzt haben, wobei auch ein Schwerpunkt der EU in der Lockerung von Einschränkungen für Unternehmen liegt.

- Dr. Gabriel Thurner untersuchte in seiner Dissertation ein in der Völkerrechtswissenschaft und -praxis intensiv disku-tiertes Problem - die Verantwortlichkeit von multinationalen Unternehmen für im Ausland begangene schwere Menschenrechts-verletzungen. Die Arbeit beinhaltet Vorschläge für eine künftige Rechtsgestaltung -Überlegungen zu einer völkerrechtlichen Haftung sowie einer möglichen strafrechtlichen Haftung von multinationalen Unternehmen.

Jetzt einreichen für 2013!

Der AK-Wissenschaftspreis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmern/-innen dienen. Das Preisgeld beträgt gesamt 9000 Euro, das auf drei Preisträger/-innen aufgeteilt wird. Für 2013 können bereits jetzt Arbeiten bei der AK OÖ, Abteilung Wissenschafts- und Forschungsmanagement, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz, eingereicht werden. Das Thema: "Poleposition oder Schlusslicht beim Start ins Berufsleben?". Details zur Ausschreibung unter www.arbeiterkammer.com

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. (FH) Wolfgang Spitzbart
Tel.: (0732) 6906-2186
wolfgang.spitzbart@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001