Kopf: Solidarisches Engagement für die Gesellschaft ist Gewinn an emotionalem Reichtum

ÖVP-Klubobmann für Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Frage, ob wir unsere Landesverteidigung, die Hilfe im Katastrophenfall oder die Unterstützung der zivilen Hilfsorganisationen auf Basis von Wehrpflicht und Zivildienst organisieren oder auf Basis der Verstaatlichung unserer Bürgergesellschaft, ist eine zutiefst gesellschaftspolitische Frage, erklärte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf heute, Mittwoch, in der Aktuellen Stunde im Nationalrat und kritisierte seinen SPÖ-Vorredner Josef Cap und die SPÖ, die die Wehrpflicht als Vergeudung und Diebstahl von Lebenszeit bezeichnen. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich ehrenamtlich engagieren und bereit sind, für unsere Gesellschaft Verantwortung zu tragen und Zeit zur Verfügung zu stellen", betonte Kopf.

"Solidarisches Engagement für die Gesellschaft ist kein Verlust von Zeit, sondern ein Gewinn an emotionalem Reichtum. Wer zivilgesellschaftliches Engagement als Diebstahl abtut, arbeitet an der moralischen Armutsgefährdung des Landes, und das lehnen wir ab", stellte Kopf klar.

Österreich sei ein an zivilgesellschaftlichem Engagement und zwischenmenschlicher Solidarität reiches Land, fuhr Kopf fort. "Die Menschen, die sich in Rettungsorganisationen, in der Pflege, in Kultur- und Sportvereinen engagieren, fragen sich nicht ständig, was sie für dieses Engagement bekommen. Der Dienst an der Gesellschaft im Rahmen der Wehrpflicht - ob für Landesverteidigung, Naturkatastrophen oder Rettungsorganisationen - basiert auf einer gesetzlichen Verpflichtung, die den Gedanken des zivilgesellschaftlichen Engagements unterstützt."

Es stehe außer Frage, dass der Wehrdienst reformiert gehöre, inhaltsreicher und lehrreicher werden soll und Leerläufe beseitigt gehören. "Aber unsere Soldaten sind da, wenn im Ausland friedenssichernde Dienste zu leisten sind, wenn Naturkatastrophen die Menschen heimsuchen. Unsere Zivildiener sind da, wenn die Rettung bei Unfällen rasch zur Stelle sein muss, wenn in Sozialzentren Menschen betreut werden müssen", sagte Kopf und wandte sich direkt an die Bevölkerung: "Gehen Sie bitte am 20. Jänner zur Volksbefragung, stimmen Sie für die Beibehaltung der Wehrpflicht und leisten Sie damit einen Beitrag zur Stärkung des Solidaritätsgedankens in unserer Gesellschaft."
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