Wöginger: Ehrenamtliches Engagement ist der Kitt unserer Gesellschaft!

ÖVP-Sozialsprecher zum internationalen Tag der Freiwilligen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir haben im Pflege- und Betreuungssystem, im Katastrophenwesen, bei den Rettungs- und Hilfsorganisationen Herausforderungen zu bewältigen, die nur mit einem System des ehrenamtlichen Engagements funktionieren. Es muss uns gelingen, dieses System der Freiwilligenarbeit basierend auf der bürgergesellschaftlichen Idee voranzutreiben und seitens der Politik und des Gesetzgebers zu unterstützen. Das erklärte ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger heute, Mittwoch, anlässlich des "internationalen Tages der Freiwilligen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung".

"Überall sind Bürgerinnen und Bürger am Werk, die zugunsten anderer auf freiwilliger Basis ohne Entlohnung, meistens in Vereinen und Organisationen, aktiv werden. Dieser Einsatz, dieses bürgergesellschaftliche Engagement, dieses Miteinander, dieses Sozialkapital ist der unverzichtbare "Kitt", welcher unsere Gesellschaft zusammenhält", betonte Wöginger. "Wer sich freiwillig engagiert, leistet seinen Beitrag zu einem Gesellschaftssystem, das auf Vertrauen und Solidarität, Eigeninitiative und Verantwortung aufbaut.

Rund 44 Prozent der österreichischen Bevölkerung engagiert sich in irgendeiner Form ehrenamtlich - im EU-Schnitt stellen nur 23 Prozent ehrenamtlich ihre Arbeitskraft zur Verfügung.

In diesem Zusammenhang kam Wöginger, der selbst beim Roten Kreuz tätig ist, einmal mehr auf den Zivildienst zu sprechen. "Besonders der Zivildienst als Wehrersatzdienst fördert das bürgerschaftliche Engagement. Viele ehemalige Zivildiener bleiben sozial engagiert. Allein 80 Prozent der Zivildiener beim Roten Kreuz in Oberösterreich bleiben nach dem Zivildienst dort ehrenamtlich tätig. Für die Stärkung der Zivilgesellschaft sind die Zivildiener wichtige Multiplikatoren. Neben beruflicher Orientierung und Arbeitserfahrung erwerben die Zivildiener wichtige persönliche und soziale Kompetenzen, die als Schlüsselkompetenzen am Arbeitsmarkt sehr gefragt sind."

Der Zivildienst sei daher eine unverzichtbare Säule unseres Sozialsystems. Rund 14.000 junge Männer entscheiden sich pro Jahr für diesen Dienst, der für die gesamte Bevölkerung geleistet wird. Sie stellen sich bewusst in den Dienst der Gesellschaft, sei es beim Roten Kreuz, beim Samariterbund, in Krankenhäusern und Pflegeheimen, bei der Lebenshilfe, bei der Feuerwehr und bis hin zur Landwirtschaft. Das heißt, unser Sozial- und Gesundheitssystem, ja unsere gesamte Gesellschaft würde sehr darunter leiden, wenn es den Zivildienst nicht in dieser Form gäbe.

Gute Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche

Die Pflege der institutionellen ehrenamtlichen Strukturen sei unverzichtbar und bedürfe gesetzlicher Rahmenbedingungen. Wöginger:
"Solidarität darf nicht als Selbstverständlichkeit empfunden werden, sondern muss auch unterstützt und gefördert werden. Jeder, der sich freiwillig engagiert, erwartet sich dafür Anerkennung, Beratung und Fortbildung. Vereine, Verbände, Initiativen und Projekte bieten den täglichen Alltag und organisieren den Ablauf. Für die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ist der Gesetzgeber zuständig und verantwortlich." Regierung und Parlament sollten die Gelegenheit nun nutzen, Fragen der Förderung des ehrenamtlichen Engagements sowohl steuer- und finanzpolitisch als auch grundlegend zu diskutieren und Lösungen für die Zukunft anzubieten, so Wöginger. "Österreich ist reich an Ideen und lebt von der Solidarität der Bürgerinnen und Bürger. Wir müssen uns auch in Zukunft für den Erhalt dieses Potentials einsetzen."
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