FPÖ-Obermayr: Nur 20 % der EU-Agrarförderungen kommen bei aktiven Bauernhöfen an!

Freiheitliche schließen sich Kritik des EU-Rechnungshofes und der IG Fleisch an

Wien (OTS) - "Der EU-Rechnungshof übt in einem Sonderbericht heftige Kritik an der agrarischen Subventionspraxis der EU", berichtet der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. "Die Mittel kämen vielfach nicht bei jenen an, für die sie bestimmt sind. Ursache dafür sei die unklare Auslegung der 'Begünstigten'. Mit dem Ergebnis, dass die Gelder nicht bei aktiven landwirtschaftlichen Betrieben landen, sondern bei Immobiliengesellschaften, bei Jagdverbänden oder Angelbetrieben."

"Das kann nicht im Interesse einer nachhaltigen Landwirtschaft liegen", betont Obermayr. "Dem galoppierenden Bauernsterben wird nicht beizukommen sein, wenn für Bauern gewidmete Fördermittel bei Flughafenbetreibern oder Skivereinen enden. Oder, wie in Ungarn, einen Militärübungsplatz finanzieren. Alle diese Einrichtungen mögen ihre Berechtigung haben, aber das ändert nichts an der völlig falschen Fokussierung der Agrarförderungen. Und von diesen kommen derzeit nur 20 Prozent (!) bei aktiven Bauernhöfen an. Sollte es also im Zuge der Neuverhandlungen, die ja bereits für reichlich Schlagzeilen gesorgt haben, zu Kürzungen kommen, dann sind diese dort vorzunehmen, wo 80 Prozent der Fördermittel ihr angeblich anvisiertes Ziel verfehlen. Nicht ein Cent darf aber bei den weltmarktbedrängten aktiven landwirtschaftlichen Betrieben eingespart werden, die unsere künftige Nahrungsmittelversorgung zu sichern haben", so Obermayr abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001