IKG zeigt Beschneidungsgegner an

Wien (OTS) - Der Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs/Israelitische Religionsgesellschaft hat den Verein "Initaitive gegen Kirchenprivilegien", der vergangene Woche gegen den Wiener Gemeinderabbiner Hofmeister und einen muslemischen Arzt wegen durchgeführter Beschneidungen Anzeige erstattet hat, nun wegen § 188 Herabwürdigung religiöser Lehren, § 283 Verhetzung und § 297 Verleumdung, bei der Staatsanwaltschaft Wien durch Einbringung einer Sachverhaltsdarstellung angezeigt.

Die Israelitische Religionsgesellschaft sieht die Gesetzeskonformität der traditionellen Beschneidung juristisch eindeutig und insbesondere durch das verfassungsmäßige Recht auf Religionsfreiheit und das Israelitengesetz abgesichert. Dieser Umstand wurde bereits vor Monaten durch Frau Justizministerin Dr. Karl bestätigt.

Die immer wieder künstlich entfachte Beschneidungsdiskussion lässt es, wie auch in dem jüngst unternommenen Angriff, an Respekt vor Andersdenkenden missen. Die Israelitische Religionsgesellschaft sieht sich daher veranlasst entsprechende juristische Schritte zu ergreifen.

Oskar Deutsch,
Präsident

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