Gefährdung von Luftfahrzeugen durch Laserpointer

Arbeitsgruppe des europäischen militärischen Flugsicherheitskommitees tagt in Wien

Wien (OTS/BMLVS) - Vom 28. bis 30 November tagt in Wien-Breitensee die Arbeitsgruppe "Laser" des Flugsicherheitskommitees der europäischen Luftstreitkräfte. Unter österreichischem Vorsitz werden internationale Experten aus Schweden, Deutschland und Spanien über die Gefahren der Beleuchtung von Luftfahrzeugen mit handelsüblichen Laserpointern beraten und Abwehrmaßnahmen erarbeiten.

Oberst Rudolf Einhauer, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Laser und Vorsitzender der Flugunfallkommission, sieht dies so: "Jeder Vorfall wird genau analysiert und ausgewertet. Darauf folgt jedes Mal eine klare Empfehlung, wie derartige Vorfälle in Zukunft vermieden werden können." Das Bundesheer arbeitet eng mit der Austro Control zusammen, auch in Belangen der Flugsicherheit.

Laut Austro Control gibt es in Österreich nur wenige Attacken mit Laserpointern auf den zivilen Flugverkehr und die Zahlen sind im Vergleich auch rückläufig. Im Jahr 2011 gab es 18 Meldungen, 2012 wurden lediglich sechs Fälle registriert. Laserattacken sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein strafrechtlich relevanter Tatbestand. Jeder Fall wird konsequent mit Anzeigen verfolgt. Der Strafrahmen für vorsätzliche Gefährdung der Luftfahrt beträgt bis zu zehn Jahre Haft. Gerade während der Anflugphase kann eine Blendung im Cockpit zu einer erheblichen Beeinträchtigung führen.

Das europäische Flugsicherheitskommitee der Luftstreitkräfte (Air Force Flight Safety Committee Europe - AFFSC (E)) entstand nach dem 2. Weltkrieg, ausgehend von der britischen Royal Air Force. Es besteht aus 28 Mitgliedsstaaten, darunter auch Kanada, Israel, die Türkei und die USA, und hält jährliche Konferenzen zu verschiedensten Themen der Flugsicherheit ab.
Das Ziel der AFFSC(E) ist die Erhöhung der Flugsicherheit durch Informationsaustausch und Erarbeitung von Standards für Ausbildung und Flugbetrieb.

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