FPÖ-Karlsböck: Alle Selbstbehalte abschaffen - Nicht nur bei SVA

Wien (OTS) - Eine seltsame Allianz aus SPÖ, Grünen und der Ärztekammer setzt sich für die Abschaffung der Selbstbehalte für Versicherte der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ein. "Die FPÖ hingegen hat sich immer schon für die Abschaffung aller Selbstbehalte bei allen Kassen ausgesprochen, da diese sozial ungerecht sind und einkommensschwache Personengruppen von der Therapie abhalten können", betonte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck.

Es sei eine besondere Chuzpe, dass sich ausgerechnet SPÖ und Grüne für die Abschaffung der Selbstbehalte bei der ÖVP-dominierten SVA einsetzen, und dabei ganz auf die mehrheitlich rot dominierten Gebietskrankenkassen "vergessen" würden, zeigte Karlsböck die Scheinheiligkeit dieses Ansinnens auf. "Die FPÖ wird beim kommenden parlamentarischen Gesundheitsausschuss einen schon lange vertagten Antrag einbringen, in dem die Abschaffung aller Selbstbehalte gefordert wird", gab Karlsböck bekannt, der schon gespannt darauf ist, wie SPÖ und Grüne reagieren werden. "Das ist die Nagelprobe für Rot und Grün, bei der sie zeigen können, dass es sich bei der SVA-Initiative nicht nur um einen PR-Gag handelt", so Karlsböck.

Dass die SVA besonders rigoros mit ihren Versicherten umgehe sei allgemein bekannt und müsse nicht extra betont werden, erinnerte Karlsböck daran, dass die SVA bedauerlicher Weise für mehr als die Hälfte aller Konkurse verantwortlich sei und jeder fünfte Versicherte bereits mindestens ein Mal wegen ausstehender Beiträge gemahnt worden sei. Bei jedem Zehnten sei angeblich schon exekutiert worden. "Hier sind wir bereits so weit, dass einige Selbstständige vor einem Arztbesuch überlegen müssen, ob die 20% Selbstbehalt nicht das Überleben der Firma gefährden", äußerte Karlsböck Verständnis für den besonders hohen Leidensdruck der SVA-Versicherten.

Am Beispiel der SVA zeige sich besonders deutlich, wie unsozial Selbstbehalte seien. Allerdings gebe es auch genügend Mindestpensionisten die sich etwa die 50-protzentigen Zuzahlungen beim Zahnersatz nicht leisten könnten- dies trotz angekündigter Öffnung der Zahnambulatorien. Das ist Angelegenheit der Gebietskrankenkassen, so Karlsböck. "Solange wir es uns leisten können Milliarden an Griechenland zu schicken, gibt es kein Argument für die zahlreichen unsozialen Selbstbehalte im Gesundheitswesen, die übrigens allesamt von SPÖ-Gesundheitsministern eingeführt wurden", betonte Karlsböck.

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