Grüne Wien ad Lobauautobahn: UVP-Verfahren ist eine Augenauswischerei

Maresch: "Veraltete Verkehrszahlen führen zu einer falschen Bewertung"

Wien (OTS) - Die letzte Woche stattgefundene öffentliche Erörterung der Umweltverträglichkeitserklärung zur Lobauautobahn hat wieder einmal gezeigt, dass die Konstruktion der Umweltverträglichkeitsprüfung falsch angelegt ist. Die Verkehrsministerin entscheidet als Behörde über ein Projekt der Asfinag, bei der sie die Eigentümervertreterin der Republik Österreich ist. "Da ist doch klar, dass das UVP-Verfahren positiv für die Asfinag ausgehen wird", fasst der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Gemeinderat Rüdiger Maresch die fünftägige öffentliche Erörterung zusammen.

"Die Tricks, mit denen Asfinag und UVP-Behörde gemeinsam die Umweltverträglichkeit der Lobauautobahn durchdrücken wollen, sind wirklich abenteuerlich", so Maresch weiter. Da wird zuerst der größtmögliche Verkehrszuwachs angenommen, um nachher begründen zu können, dass die Autobahn zu einer Verkehrsentlastung im untergeordneten Straßennetz führt. Auch wenn der hohe Benzinpreis und die verkehrspolitischen Maßnahmen der rot-grünen Wiener Stadtregierung dazu geführt haben, dass der Autoverkehrszuwachs in Wien bereits gebremst wurde bzw. sogar rückläufig ist, so wird das von der Asfinag völlig negiert. Diese veralteten Annahmen der Asfinag-Gutachten haben auch Auswirkungen auf viele andere Themenbereiche, die in der UVP untersucht wurden. "Daher fordere ich eine Neuberechnung der Auswirkungen der Lobauautobahn auf Basis von aktuellen statt auf veralteten Verkehrszahlen und damit ein Zurück an den Start", so Maresch abschließend.

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