Parlamentarische Bürgerinitiative für Festplattenabgabe startet

Wien (OTS) - Um ihrer Forderung nach der Festplattenabgabe im österreichischen Parlament Gehör zu verschaffen, startet "Kunst hat Recht." gemeinsam mit anderen Organisationen und Kunstschaffenden die "Parlamentarische Bürgerinitiative Festplattenabgabe jetzt!". Die Kunstschaffenden fordern, dass die Festplattenabgabe im Urheberrechtsgesetz verankert wird, damit sie für das private Kopieren künstlerischer Werke, wie Film, Musik, Literatur, Bildende Kunst und Fotografie, entschädigt werden.

"Im ersten Schritt werden wir die notwendigen 500 Unterschriften sammeln, damit unsere Bürgerinitiative im Parlament behandelt wird", so Gerhard Ruiss, Autor und Initiator von "Kunst hat Recht." Die Einnahmen der Künstlerinnen und Künstler nehmen Existenz bedrohend ab, weil ihre Werke ohne Bezahlung privat kopiert werden. Die davon betroffenen Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Film, Literatur, Bildende Kunst und Fotografie sind aber nicht gegen das Recht auf Privatkopie, sondern sie fordern den fairen Ausgleich für diese Entwicklung mit der Festplattenabgabe.

Bisher wurde das private Kopieren künstlerischer Werke mit der "Leerkassettenvergütung" abgegolten, die beim Kauf von leeren Datenträgern eingehoben wird. Aber niemand kopiert heute noch auf Kassetten, weshalb diese wichtige Einnahmequelle für rund 20.000 Kunstschaffende in Österreich versiegt. Auf jeder Festplatte in Österreich lagern aber durchschnittlich 4.300 urheberrechtlich geschützte Werke, wie eine Erhebung bei Konsumenten gezeigt hat. Ruiss: "Die Festplattenabgabe ist also nur die logische Anwendung der Leerkassettenvergütung auf Festplatten. Es wird daher Zeit, dass der Gesetzgeber in Österreich dazu eine Klarstellung trifft." Diesbezügliche Regelungen bestehen in mehreren europäischen Ländern, darunter in Deutschland, Schweden und den Niederlanden.

Ein Großteil des Elektrohandels hebt die Festplattenabgabe bereits seit zwei Jahren ein, führt diese Einnahmen aber nicht an die Kunstschaffenden ab. "Die Festplattenabgabe ist in den vergangenen zwei Jahren niemandem aufgefallen. Das ist doch der Beweis dafür, dass sie ohne negative Folgen auch gesetzlich verankert werden kann. Weder Handel noch Hardwarehersteller oder Konsumentinnen und Konsumenten würden dadurch spürbare Nachteile erleiden", so Ruiss.

Die Bundesministerinnen Dr. Beatrix Karl und Dr. Claudia Schmied haben ihre Unterstützung der Festplattenabgabe bereits ausgesprochen, die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer sind gegen die Festplattenabgabe.

Die Liste für Unterstützungserklärungen liegen am Stand der IG Autorinnen Autoren auf der BUCH WIEN 12. Internationale Buchmesse von 22. bis 25. November 2012 in der Messe Wien, Halle D, Messeplatz 1, 1020 Wien, auf und ist auf der Website http://www.kunsthatrecht.at/ als Download verfügbar.

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