• 21.11.2012, 09:52:15
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Prof. Ottomeyer: "Arbeitsverbot für Asylwerber führt zu Störung der Generationenbeziehung"

Erwachsene werden entwertet und infantilisiert. Kinder tragen große Last.

Utl.: Erwachsene werden entwertet und infantilisiert. Kinder tragen
große Last.=

Wien (OTS) - Der Psychologe und Autor Prof. Klaus Ottomeyer übt
scharfe Kritik daran, dass Asylsuchende durch das
Nicht-Arbeiten-Dürfen systematisch infantilisiert und zu abhängigen
BittstellerInnen gemacht werden. "Die Beziehung zwischen den
Generationen wird nachhaltig gestört. Während die Kinder, sobald sie
in die Schule gehen, einen strukturierten Alltag haben und recht
rasch Deutsch lernen, wird den Erwachsenen durch das Arbeitsverbot
keine Chance auf einen strukturierten Tagesablauf gegeben. Sie sind
zum zu Hause sitzen verdammt und lernen die neue Landessprache
langsamer. Plötzlich sind sie von ihren Kindern abhängig. Die
Erwachsenen werden entwertet. Den Kindern wird damit eine enorme Last
aufgebürdet", kritisiert der Psychologe. Ottomeyer verweist darauf,
dass das Nicht-Arbeiten-Dürfen nicht nur den Betroffenen einen großen
Schaden zufügt, sondern darüber hinaus in der Bevölkerung die falsche
Fantasie nährt, dass Asylsuchende nicht arbeiten wollen.

Prof. Ottomeyer unterstützt die Forderung der von SOS Mitmensch,
Integrationshaus und M-Media getragenen Plattform "Machen wir uns
stark", wonach Asylsuchende spätestens 6 Monate nach
Asylantragstellung den vollen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten
sollen. Die Plattform wird inzwischen bereits von mehr als 160
Organisationen, von Gewerkschaften bis hin zur
Industriellenvereinigung, unterstützt.

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