Mitterlehner zur Energiebilanz: Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch erreicht

Neue Energiebilanz zeigt wichtige Fortschritte und Handlungsbedarf bei Energieeffizienz - Bei Erneuerbaren Energien wird Österreich das 2020-Ziel der EU übertreffen

Wien (OTS/BMWFJ) - "Die heute veröffentlichte Energiebilanz der Statistik Austria zeigt in mehreren Schlüsselbereichen positive Entwicklungen, verdeutlicht aber auch den weiteren Handlungsbedarf bei der Energieeffizienz", betont Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch von 30,6 Prozent im Jahr 2010 auf 31 Prozent im Jahr 2011 gestiegen ist. "Daher sind wir optimistisch, das an die EU gemeldete 2020-Ziel von 34 Prozent übertreffen zu können. Nur drei Länder sind hier noch ambitionierter als Österreich, der EU-Durchschnitt liegt bei einem Ziel von 20 Prozent", sagt Mitterlehner.

Positiv ist in diesem Zusammenhang die EU-Spitzenposition Österreichs bei den Erneuerbaren Energien, die im Vorjahr fast drei Viertel der inländischen Energieproduktion abgedeckt haben. Ein wesentlicher Trend ist eine nahezu Verdoppelung der Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen, auch wenn diese einen vergleichsweise geringen Anteil an der gesamten Stromproduktion haben. Beim Anteil der Windkraft zeigen sich nach geringen Zuwächsen zwischen 2010 und 2011 im ersten Halbjahr 2012 dank des neuen Ökostromgesetzes starke Steigerungen der Stromproduktion von rund 40 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011.

Der energetische Endverbauch ist laut Statistik Austria von 1.133 Petajoule um 3,9 Prozent auf 1.089 Petajoule im Vorjahr gesunken. "Damit liegen wir jetzt sogar knapp unter dem Wert von 2005 und haben damit die Entkoppelung von Wachstum und Energieverbrauch geschafft, wie es in der Energiestrategie festgeschrieben ist", sagt Mitterlehner. Das zeigt sich auch im Vorjahr: Während das reale Bruttoinlandsprodukt 2011 um 2,7 Prozent gestiegen ist, nahm der Bruttoinlandsverbrauch ab. Der relative Energieverbrauch (Verbrauch je Einheit der gesamtwirtschaftlichen Produktion) ist somit weiter gesunken, wobei dies teils witterungsbedingte Ursachen hatte.

"Trotz der auch im langfristigen Vergleich guten Entwicklung dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen, sondern müssen weitere Anstrengungen setzen. Nur so können wir die EU-Vorgaben bei der Energieeffizienz erreichen", bekräftigt Mitterlehner. Daher wird derzeit ein Energieeffizienzgesetz auf Bundesebene erarbeitet. Forciert wird zudem die Bundes-Förderaktion für die thermische Sanierung, deren Finanzierung mit jährlich 100 Millionen Euro bis 2016 gesichert ist. Darüber hinaus werden die Erneuerbaren Energien über das Ökostromgesetz schrittweise an die Marktreife herangeführt und soll ihr Anteil am Stromverbrauch bis 2020 auf 85 Prozent steigen.

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