• 20.11.2012, 15:05:47
  • /
  • OTS0276 OTW0276

ÖH: Verpflichtender Master für alle PädagogInnen

Zertifizierungsrat unnötige parteipolitische Parallelstruktur

Utl.: Utl: Zertifizierungsrat unnötige parteipolitische
Parallelstruktur=

Wien (OTS) - Nach der heutigen Pressekonferenz zu den von den
zuständigen MinisterInnen Schmied und Töchterle erneuert die
Österreichische HochschülerInnenschaft ihre Kritik an den
Regierungsplänen für die neue PädagogInnenbildung. "Ein
berufsbegleitender Master als Regelfall kommt für die ÖH nicht in
Frage", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Gerade in der Phase
des Berufseinstiegs müssen PädagogInnen ausreichend Zeit und
Unterstützung bekommen, um ihre pädagogische Praxis zu reflektieren
und die Möglichkeit haben neue Wege zu gehen. Wissenschaftliche
Studien belegen, dass durch eine Mehrfachbelastung beim
Berufseinstieg höchstens veraltete pädagogische und fachdidaktische
Schemata reproduziert werden."

Ein weiterer Punkt der für die ÖH außer Frage steht ist der
verpflichtende Master für alle PädagogInnen. "Der derzeitige Entwurf
sieht nicht nur im Bereich der berufbildenden PädagogInnen Ausnahmen
vor. Im elementar pädagogischen Bereich ist sogar jegliche tertiäre
Ausbildung als gänzlich fakultativ vorgesehen", kritisiert Schott.
Aussagen wie jene die der Präsident des Gemeindebunds Helmut
Mödelhammer (ÖVP) diesbezüglich in der gestrigen Ausgabe der
Tageszeitung die Presse getätigt hat, spiegeln für die ÖH den absolut
fehlgeleiteten Zugang zur Elementarpädagogik wider. "Ein "gutes Herz"
und ein "gutes Händchen für Kinder" sind keine ausreichende
Grundlage, um mit den Herausforderungen, die mit der Bildung und
Betreuung von Kindern in der frühkindlichen Phase einhergehen,
zurechtkommen zu können. ElementarpädagogInnen brauchen in jedem Fall
eine Ausbildung, die dieser verantwortungsvollen Aufgabe gerecht
wird."

Auch bezüglich des geplanten Zertifizierungsrats sind noch viele
Fragen offen. "Erst vor einem Jahr wurde mit dem
Qualitätssicherungsrahmengesetz endlich eine einheitliche Agentur für
Qualitätssicherung und Akkreditierung für alle Hochschulsektoren
geschaffen. Es ist absolut nicht nachvollziehbar warum für die
PädagogInnenbildung jetzt wieder eine zusätzliche Parallelstruktur
zur AQA geschaffen werden soll", so Schott. "Es ist überaus
problematisch, dass zukünftig ein parteipolitisch besetztes Gremium
über Studieninhalte entscheiden soll." Die als "Eignungsfeststellung"
getarnten flächendeckenden Zugangsbeschränkungen lehnt die ÖH
vehement ab. Knock-Out-Prüfungen können nichts über die "Eignung" für
einen pädagogischen Beruf aussagen. Wir werden weiter gegen die
Einführung von Zugangsbeschränkungen für die PädagogInnenbildung
kämpfen", so Schott abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel