Haimbuchner schnürt Belastungspaket für AlleinerzieherInnen

Kürzung der Wohnbeihilfe treibt Mütter und Kinder in die Armut

Linz (OTS/ÖGB) - "Mit seiner geplanten Novelle des Wohnbauförderungsgesetzes treibt Landesrat Manfred Haimbuchner Mütter und Kinder in die Armut", warnt ÖGB-Frauenvorsitzende Christine Lengauer vor den sozialen Folgen einer Kürzung der Wohnbeihilfen für AlleinerzieherInnen. Haimbuchner will Unterhaltszahlungen für Kinder alleinerziehenden Müttern als Einkommen anrechnen. Das bedeutet, dass die dringend benötigte Wohnbeihilfe drastisch gekürzt wird.++++

Strom und Heizung für viele schon jetzt unleistbar
Schon jetzt sind 30 Prozent der Haushalte, in denen Alleinerziehende mit ihren Kindern leben, armutsgefährdet. Mehr als 310.000 Menschen in Österreich können ihre Wohnung nicht angemessen heizen und wissen nicht, wie sie ihre Stromrechnung bezahlen sollen. Steigende Energiekosten treiben Menschen mit niedrigem Einkommen - wie etwa AlleinerzieherInnen - in die Energiearmut. "Das dürfte auch Landesrat Manfred Haimbuchner bekannt sein. Trotzdem schnürt er ein Belastungspaket für Mütter und Kinder", stellt Lengauer fest.

Mehr sozialer Wohnbau sichert leistbares Wohnen
"Schon jetzt machen die Wohnkosten beim untersten Einkommensviertel im Durchschnitt mehr als 30 Prozent der Haushaltsausgaben aus. Statt armutsgefährdeten Personengruppen die Beihilfen zu kürzen, muss der soziale Wohnbau ausgebaut werden", sagt Lengauer. Immerhin sei bekannt, dass ein geringes Wohnungsangebot im sozialen Wohnbau auch die Mieten im privaten Bereich steigen lasse. "Die Wohnbauförderungsmittel des Bundes müssen wieder zweckgebunden werden, damit wieder mehr Wohnprojekte gefördert werden können. Dafür sollte sich der Herr Landesrat stark machen", fordert Lengauer. (schluss)

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