ÖSTERREICH: Strache und Stronach zu Koalition bereit

FPÖ-Chef: Will als erster in die Regierung und grenze niemanden aus - Stronach: Gesprächsbereit mit allen Parteien, außer mit Faymann

Wien (OTS) - Die Spekulationen um eine mögliche Koalition aus ÖVP, FPÖ und Team Stronach haben einen realen Hintergrund. Sowohl FPÖ-Chef Heinz- Christian Strache als auch Frank Stronach zeigen sich in ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) grundsätzlich zur Zusammenarbeit bereit. Strache: "Unser erklärtes Ziel ist es, stimmenstärkste Partei zu werden. Nur so können wir diese unselige rot-schwarz-grüne Koalition und EU-Sekte nach Hause schicken. Für diesen Fall sage ich Ihnen ganz offen: Ich werde keine Partei ausgrenzen. Auch die von Frank Stronach nicht - wenn er überhaupt ins Parlament kommt. Vielleicht sind ja auch ganz andere Konstellationen denkbar: FPÖ mit SPÖ und Stronach zum Beispiel "

Stronach beantwortet die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit so: "Wir stehen für Schuldenabbau, Wirtschaftswachstum und soziale Gerechtigkeit. Wenn eine Partei Gesetzesvorschläge macht, die konstruktiv und gut für Österreichs Bürger sind, werden wir mitstimmen. Und zwar mit jeder Partei." Zudem lässt Stronach eine deutliche Vorliebe für die ÖVP erkennen: "Ich schätze den Vizekanzler Spindelegger. Er ist eine angenehme Person, aber das ist nicht genug. Man muss auch die Wirtschaft verstehen. Wenn er unsere Vorschläge unterstützt, würde mich das freuen." Und Stronach weiter:
"Auschließen kann ich eine Allianz mit Werner Faymann. Unter ihm hat die SPÖ für den ESM gestimmt und dadurch die Arbeiter an die Großbanken verraten."

Inhaltlich setzt Strache seinen EU-kritischen Kurs fort, in ÖSTERREICH fordert er die Halbierung der EU-Beiträge und kritisiert eine mögliche Anhebung scharf. Strache wörtlich: "Wir werden diese Schweinerei - anders kann man das nicht nennen - auf keinen Fall hinnehmen. Wir zahlen ja schon jetzt 2,7 Milliarden Jahr für Jahr nach Brüssel - und unsere Staatsverschuldung liegt schon bei 285 Milliarden Euro. Ich trete dafür ein, unsere EU-Beiträge zu halbieren. Das muss das Verhandlungsziel eines österreichischen Bundeskanzlers sein."

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