FPÖ: Hofer: Gentechnik-Insekten im Anflug auf Europas Äcker?

Britische Firma Oxitec betreibt massiv Lobbying bei EU-Gremien

Wien (OTS) - "Die britische Firma Oxitec hat bereits Millionen transgener Moskitos in Brasilien und Malaysia ausgesetzt", berichtet der freiheitliche Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "In Europa will das Unternehmen nun offenbar im Bereich der Schädlingsbekämpfung reüssieren. Insekten, die Gemüse wie Kohl, Tomaten oder Oliven befallen, wurden manipuliert und sollen massenhaft ausgesetzt werden, um sich mit den nicht manipulierten Artgenossen zu paaren, woraufhin die Nachkommenschaft im Larvenstadium sterben soll."

"Es gibt keinen Nachweis, dass dieser Eingriff funktionieren kann", betont Hofer. "Aber die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA wurde im Vorfeld bereits so erfolgreich 'bearbeitet', dass in deren Richtlinien Gesundheits- und Freisetzungsbedenken im Bezug auf die Gen-sekten präventiv unbeachtet bleiben."

Dies sei ein Beleg mehr für die unzulässige Industrienähe dieser Behörde, die primär dem Verbraucherschutz verpflichtet sein sollte. "Wie gewohnt sind die personellen Verflechtungen zwischen Unternehmen und Behörden unübersehbar", hält Hofer fest und schließt: "Was passiert, wenn derartige Frankenstein-Insekten doch das Erwachsenenalter erreichen, sich vermehren und ausbreiten? Vermutlich muss dann wiederum auf hochgiftige Agrospritzmittel zurückgegriffen werden, an denen dieselbe Branche verdient, die jetzt für die Freisetzung der Gentech-Insekten lobbyiert. Ich fordere das österreichische Umwelt- und Gesundheitsministerium daher auf, diese Vorgänge mit höchster Sorgfalt zu beobachten und rechtzeitig zu intervenieren, bevor die Schädlinge aus dem Labor über unsere Äcker herfallen."

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