FPÖ-Themessl: Betriebliche Lehre statt teurer "AMS-Werkstätten"

230 Millionen Euro jährlich an ÜLAs. Geld den Betrieben geben

Wien (OTS) - Als "vollends gescheitert" bezeichnet heute FPÖ-Wirtschaftssprecher Bernhard Themessl die Lehrlingspolitik von SPÖVP. "Die Rückgänge bei den betrieblichen Lehrstellen und bei den Lehrlingen sind der Beweis. Die staatlich gelenkten überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten (ÜLAs) in die Statistik einzurechnen - wie Sozialminister Hundstorfer das tut - ist unzulässig. Sie bieten keine praxisnahe Ausbildung und damit keine echten Perspektiven für die Jugendlichen. Wir lassen uns kein X für ein U vormachen", so Themessl. Er fordert erneut die Umschichtung der Mittel von den ÜLAs zu den Betrieben.

Seit 2009 sei Zahl der betrieblichen Lehrstellen wesentlich stärker zurückgegangen als die Zahl der Lehrlinge insgesamt. Die Zahl der Lehrlinge in Betrieben sei 2009 und 2010 jeweils um rund 4.000 "geschrumpft", 2011 um weitere 2.000 auf 118.590. "Die Schuld dafür liegt nicht bei den Betrieben. Das hat die Regierung zu verantworten. Sie hat durch eine Gemengelage von verfehlter Bildungspolitik und massiven Kürzungen bei der betrieblichen Lehre diese Entwicklung forciert. Zusätzlich wurden die ÜLAs "gepusht". Rund 230 Millionen Euro Steuergeld fließen jährlich in eine Ausbildungsform, die keine ist. Hier geht es nur ums "Kinderverstrecken" - damit man sich dann wegen der niedrigen Jugendarbeitslosigkeit bejubeln lassen kann", kritisiert Themessl. Für die Betriebe habe es 2011 deutlich weniger Mittel gegeben. "2011 wurden für die betriebliche Lehrstellenförderung 156,22 Millionen Euro aus Mitteln des Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) frei gemacht. Diesen "Pleitefonds" speisen die Unternehmen! Sie zahlen sich damit diese "Förderung" quasi selbst", erläutert Themessl.

Ein betrieblicher Lehrling koste 5.605 Euro. Konservativ geschätzt würden die Unternehmen über den "Pleitefonds" die Hälfte davon selbst zahlen. Ein Platz in einer überbetrieblichen Ausbildung im Auftrag des AMS (ÜLA) koste den Steuerzahler 17.319 Euro pro Jahr. "Geben Sie dieses Geld den Betrieben, Herr Sozialminister, und ich garantiere ihnen: Jeder Jugendliche hat eine Lehrstelle - und zwar eine mit einer echten Ausbildungs- und Jobgarantie", so Themessl.

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