Umweltdachverband: Freiwilliges Soziales Jahr ist absolut kein Ersatz für den Zivildienst!

- Freiwilliges Sozialjahr ist ein Arbeitsdienst - echte Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit werden aufs Abstellgleis gestellt

Wien (OTS) - UWD: BM Hundstorfer torpediert Arbeit im Umwelt- und Naturschutz
- Zivildienst bleibt daher für den Umweltbereich unabdingbar

"Mit der gestrigen Präsentation seiner Vorstellungen rund um das Freiwillige Sozialjahr wiederholt Sozialminister Hundstorfer die Diskussion um eine vermeintliche Höherwertigkeit freiwilliger Dienste im Sozialbereich gegenüber freiwilligem Engagement im Umweltbereich. Darüber hinaus torpediert dieser neue Arbeitsdienst die Bemühungen von Organisationen, echte ehrenamtliche und freiwillige MitarbeiterInnen zu gewinnen oder zu behalten", erklärt Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes. "Da wir mit BM Hundstorfer immer eine gute Gesprächsbasis hatten, sind wir von seinen Vorstellungen über das Freiwilligenjahr bitter enttäuscht. Warum vergisst er auf den Einsatz im Umwelt- und Naturschutz? Bewusst, oder aus Versehen? Angesichts der sehr konstruktiven Diskussionen rund um das Freiwilligengesetz Ende letzten Jahres, im Zuge derer eigentlich bereits die Rahmenbedingungen für ein echtes Freiwilligenjahr mit einem starken Fokus auch auf Ausbildung und Orientierung für junge Menschen festgelegt wurden, wurde dezidiert eine Gleichwertigkeit von freiwilligem Sozialjahr und freiwilligem Umweltjahr vereinbart. Die damals getroffene Lösung war aus Sicht der Natur- und Umweltorganisationen eine sehr ausgeglichene und nahm auf die Besonderheit von Sektoren Rücksicht, die von ehrenamtlichem und echtem freiwilligen Engagement leben", betont Heilingbrunner. "Nachdem sowohl der Zivildienst für Organisationen im Umwelt- und Naturschutzbereich eine sehr wichtige Säule darstellt, gleichzeitig aber auch das Interesse junger Menschen, sich für Umwelt-, Natur- und Tierschutz zu engagieren, ungebrochen ist - allein der Umweltdachverband hat hier für eine Zivildienststelle regelmäßig um die 50 Bewerber - können wir dieses Arbeitsdienstmodell so nicht akzeptieren. Wenngleich wir einer Lösung als Alternative zum Heeresdienst durchaus offen gegenüberstehen würden - wie z.B. dem letztjährig beschlossenen freiwilligen Umweltjahr -, bleibt uns leider keine andere Möglichkeit, als uns auch weiterhin für die Beibehaltung des Zivildienstes einzusetzen, da der Vorschlag eines aus Sicht eines echten freiwilligen Mitarbeiters vergleichsweise hoch bezahlten Arbeitsdienstes von Minister Hundstorfer das ehrenamtliche Gefüge vieler Vereine massiv gefährdet", so Heilingbrunner abschließend.

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