BZÖ-Huber: Landwirtschaft vom schwarzen Joch der Raiffeisen befreien

Die Industrieernährung macht die Bevölkerung krank

Wien (OTS) - "Herr Bundesminister, Sie feiern sich mit diesem Grünen Bericht hier ab. Aber wenn man sich vor Augen hält, dass die ÖVP-Agrarpolitik der letzten 15 Jahre die Verantwortung dafür trägt, dass 70.000 Betriebe schließen mussten, gibt es keinen Grund zum Feiern. Die Landwirte sind verzweifelt. Und was macht die Politik -sie betreibt nur Eigenwerbung, sie vertritt nur Raiffeisen! Damit muss Schluss sein, die Landwirtschaft muss endlich vom schwarzen Joch der Raiffeisen befreit werden", fordert BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber im Zuge der heutigen Debatte zum Grünen Bericht 2012 im Nationalrat.

Weg vom großen Industriebauer hin zur Unterstützung von Kleinbauern, forderte Huber. "Setzen Sie sich endlich für eine Politik ein, die dem Landwirt eine Zukunftsperspektive gibt und sorgen Sie dafür, dass dieses Bauernsterben endlich aufhört", appellierte Huber an Minister Berlakovich. Niemand habe Verständnis dafür, dass Konzerne Förderungen in Millionenhöhe bekommen, der kleine Landwirt aber auf der Strecke bleibe. "Der kleine Landwirt muss zusperren, weil diese ÖVP und Raiffeisen das wollen", so Huber.

Heftige Kritik übte Huber an der Agrarmarkt Austria. Die AMA sei ein "Staat im Staate." Die AMA diene dazu, ÖVP-Machtpolitik gegenüber der Landwirtschaft zu betreiben. Im Marketing-Bereich, wo die AMA erfolgreich wirtschaften sollte, versage diese kläglich. Von den 18 Mio. Euro, die die AMA jährlich an Zwangsbeiträgen von den Landwirten und deren Produkten abzweige, gingen bis zu 2/3 in der eigenen Verwaltung auf, erläuterte Huber.

"Lebensmittel ohne chemische Zusätze", dafür sollte sich Minister Berlakovich einsetzen. Darüber hinaus, "dass in Österreich Produkte produziert werden, die frei von Spritzmittel und frei von Kunstdünger sind", forderte Huber. Die Industrieernährung mache die Bevölkerung krank.

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