GLOBAL 2000 zur geplanten Emissionskürzung

EU-Kommission will Emissionshandel 900 Mio. Zertifikate entziehen

Wien (OTS) - Johannes Wahlmüller, Klima- und Energieexperte bei GLOBAL 2000, betont: "Der Vorschlag der EU-Kommission viel zu weich. 900 Millionen Emissionszertifikate sollen einfach nur später versteigert werden, das wird das große Problem des Emissionshandels nicht lösen. Wenn die EU-Kommission dieses System wiederbeleben will, muss sie dauerhaft mindestens 1,4 Milliarden Zertifikate aus dem System nehmen, eine Verschiebung um drei Jahre ist einfach zuwenig."

Scharf kritisiert Wahlmüller auch die erneute Blockadehaltung der Wirtschaftskammer und die Aussagen von Schwarzer: "Es hat sich gezeigt, dass bis dato 4,6 Millionen Gratiszertifikate zuviel an Unternehmen ausgegeben wurden. Klimaschutzmaßnahmen wurden kaum gesetzt. Die ständige Abwanderungsdrohung hat überhaupt keine Glaubwürdigkeit mehr, wenn man sich nüchterne Fakten ansieht", betont er. In Österreich wurden einer Analyse offizieller Daten von GLOBAL 2000 zufolge 4,6 Mio. Gratiszertifikate zuviel vergeben, weitere 4,6 Mio. Zertifikate sicherten sich Österreichs Unternehmen über billige Offsetting-Projekte in Drittländern. Auch hierzulande wurde also ein gewaltiger Berg an Überschusszertifikaten gehortet. "Die Politik Österreichs darf sich nicht länger einschüchtern lassen, sondern soll längst überfällige Reformen endlich einleiten", fordert Wahlmüller abschließend.

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