FPÖ-Neubauer: Wie steht Österreich zur Atompolitik?

Wien (OTS) - "Seit Zwentendorf ist die Ablehnung von Atomenergie parteiübergreifender Grundkonsens in Österreich und daher ist Österreich auch erfreulicherweise frei von Atomkraftwerken. Nun haben uns besonders die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wieder dargelegt, welches Gefahrenpotential diese Art der Energiegewinnung in sich birgt. Tausende Menschenleben, ganze Landstriche sind auf Jahre verstrahlt und somit unbewohnbar und die gesundheitlichen Spätfolgen durch die radioktakive Strahlung sind das Risiko, welches in keiner Relation zum vermeintlichen Nutzen steht", stellte heute der freiheitliche Anti-AKW-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

"Und weil diese Gefahren nicht vor Staatsgrenzen halt machen, ist der heute im Nationalrat zu beschließende Fünf-Parteien-Antrag von großer Bedeutung. Dieser Beschluss könnte für die Haltung Österreichs zur Atompolitik ein großer Schritt in die richtige Richtung sein. Denn seit Zwentendorf hat sich die Welt verändert. Spätestens seit dem SuperGAU von Fukushima ist der weltweite Ausstieg aus der Atomenergie ein Gebot der Stunde. "Die erste Konsequenz muss die Stilllegung der grenznahen Schrottreaktoren Krsko, Temelin und Mochovce sein. Die FPÖ, die sich von Anbeginn gegen die Atomkraft ausgesprochen hat, hat mit großem Engagement beim Zustandekommen dieses gemeinsamen Antrages mitgewirkt. Daher verlangen wir auch das ehrliche und sichtbare Bemühen, sämtliche Punkte abzuarbeiten und umzusetzen. Keinesfalls werden wir uns mit Placebo-Effekten in dieser so ernsten Angelegenheit ruhig stellen lassen", so Neubauer.

Die Stresstests europäischer Atomkraftwerke haben sämtlichen Atomkraftwerken die dringende Notwendigkeit des Nachrüstens in die Sicherheit attestiert, die Mängel sind zum Teil erheblich. Dieses Ergebnis hat die Österreicher erschaudern lassen und zu einem massiven Umdenken in der Bevölkerung beigetragen, wie eine aktuelle für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren repräsentative Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes Market bestätigt. Demnach sehen es heute 36 % aller Österreicher als sehr wahrscheinlich an, dass Österreich von einer Atomkatastrophe betroffen sein könnte, 2011 nach Fukushima waren dies nur 4 %. Insgesamt ist die Betroffenheit Österreichs von einer Atomkatastrophe für 78 Prozent der Bevölkerung als wahrscheinlich (inkl. sehr wahrscheinlich) anzusehen.

"Die FPÖ fordert eine Kennzeichnung sowohl von Atomstrom als auch von Graustrom und in weiterer Folge ein generelles Verbot von Atomstromimport. Nur so kann auch unsere Glaubwürdigkeit gewährleistet werden. Für uns ist der Entwicklungsprozess zur Atomenergie mit diesem Antrag bei weitem noch nicht abgeschlossen. Es wird interessant zu beobachten sein, wie die Regierungsparteien in Zukunft mit unseren diesbezüglichen Anträgen umgehen werden", so Neubauer abschließend.

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