Nationalrat - Stöger: Elektronische Gesundheitsakte verbessert die Qualität im österreichischen Gesundheitswesen

Höhere Sicherheit für Patientinnen und Patienten - Höchster Datenschutz gewährleistet

Wien (OTS/SK) - "Es ist ganz wichtig in der Gesundheitspolitik, jene Bedürfnisse und Interessen in den Mittelpunkt zu stellen, die den Patientinnen und Patienten dienen", erklärte Gesundheitsminister Alois Stöger heute, Dienstag, anlässlich der Abstimmung über das Elektronische-Gesundheitsakte-Gesetz (ELGA) im Nationalrat. Mit der Beschließung von ELGA sei ein ganz großer Meilenstein für die Patienten gelungen. "Die Partner im Gesundheitswesen, Bund, Sozialversicherungen und die Länder, haben sich darauf geeinigt, den Informationsfluss untereinander zu verstärken", sagte Stöger. ELGA ist ein Informationssystem, das Patientinnen und Patienten sowie Spitälern, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Apotheken und Pflegeeinrichtungen einen gesicherten Zugang zu wichtigen Gesundheitsdaten ermöglicht. ****

Ärztinnen und Ärzte können in Zukunft alle relevanten Gesundheitsdaten ihrer Patienten abrufen. "Die Ärzte, die alle gute Arbeit leisten, haben meist keine Information, was ihre Kolleginnen und Kollegen verschrieben haben, und können den Patienten daher nicht so gut beraten, wie das in der Zukunft möglich sein wird", so Stöger. Durch den Zugriff auf diese Daten werden Doppelbefundungen und Doppelverordnungen vermieden, aber auch die Verordnung von Medikamenten mit Wechselwirkungen verhindert - ein wichtiger Faktor für die Patientensicherheit.

Zum Datenschutz fügte Stöger hinzu: "Nur der Arzt, dem der Patient sein Vertrauen ausspricht, kann auf die elektronischen Gesundheitsdaten zugreifen. Das auch nur für 28 Tage." Hier wurden neue Maßstäbe im Datenschutz umgesetzt. Die Daten werden dezentral gespeichert, ihre Speicherung unterliegt höchsten Sicherheitsstandards. "Jeder Patient kann zusätzlich ein Protokoll anfordern, um zu sehen wer auf seine oder ihre Gesundheitsdaten zugegriffen hat", erklärte der Gesundheitsminister.

Der Gesundheitsminister bedankte sich bei allen am Entstehen des Gesetzes Beteiligten, u.a. SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser, SPÖ-Abgeordnetem und Vorsitzendem des Datenschutzrats Johann Maier und Mitarbeitern aus dem Ministerium, für ihren "Beitrag zu mehr Qualität im österreichischen Gesundheitswesen". (Schluss) mis/bj

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