Windbüchler: Kriterien zur Aufnahme zur Miliz müssen tatsächlich hoch angesetzt sein

Grüne: Wie ein 12-Jähriger zur Bewerbung kommt, ist zu hinterfragen

Wien (OTS) - "Die Grünen beschäftigen sich mit dem Aus der Wehrpflicht und der Umstrukturierung des Zivildienstes, seit ich mich erinnern kann", sagt die Jugend- und Zivildienstsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill, und bestätigt einmal mehr, dass die Grünen als einzige Partei die Abschaffung der Wehrpflicht auch im Parteiprogramm festgeschrieben haben. "Die Umsetzung aktiver Friedenspolitik und die Abschaffung der Wehrpflicht sind Gründe dafür, dass wir Grüne uns schon seit Jahrzehnten mit der Umstrukturierung und auch mit der Reduzierung auf das Kerngeschäft des österreichischen Bundesheeres beschäftigen. Wir erarbeiten neue Strategien gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Friedensforschung aber auch mit Angehörigen des Bundesheeres selbst suchen wir den Austausch. "Es ist mehr als befremdlich, dass Minister Darabos in den wichtigen Fragen der Umstrukturierung vollkommen alleine handelt und keine Zusammenarbeit sucht. So geraten die durchaus zu diskutierenden Pilotprojekte zur Reduzierung der Heeresaufgaben unter der Führung des Ministers mehr ins stolpern, als dass sie positiv auffallen", sagt Windbüchler-Souschill.

"Dass ein 12-Jähriger zur Miliz möchte und sich anscheinend auch selbständig angemeldet hat, ist mehr als bedenklich und widerspricht allen Kriterien für eine nachhaltige und selbstbewusste Aufnahme", sagt die Jugendsprecherin der Grünen.

Die Aufnahmekriterien werden nun Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage von Seiten der Jugendsprecherin. Dabei geht es auch um die Sorge, dass Minister Darabos wieder im Alleingang Maßstäbe der Aufnahmekriterien nach unten setzt und um die berechtigte Angst, das Berufsheer würde eine schießwütige Truppe werden. "Dem ist entschieden entgegenzutreten", sagt Windbüchler-Souschill.

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