Musiol fordert grundlegende Reform von Kinderbetreuungsgeld

Grüne: Es wurden noch nicht genügend Schritte gesetzt

Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass es bei der Novelle des Kinderbetreuungsgeldgesetztes einige wichtige Anpassungen geben wird. So ist zum Beispiel eine Änderungsmöglichkeit auch nach der Antragsstellung vorgesehen. Bisher schien die Regelung davon auszugehen, dass die BürgerInnen Gesetzte missbrauchen wollen. Ich freue mich, dass das jetzt geändert wird und eine Grüne Forderung berücksichtigt wird", kommentiert Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, die Aussagen von Familienminister Mitterlehner bei einer Festveranstaltung zu zehn Jahren Kinderbetreuungsgeld.

"Jetzt wurden Schritte in die richtige Richtung gesetzt, aber immer noch nicht genug. Das Kinderbetreuungsgeld braucht eine grundlegende Reform. Momentan ist das System mit seinen fünf Varianten viel zu unübersichtlich und raubt den Eltern viele Stunden um die für sie beste Variante auszurechnen. Unter Umständen muss sogar ein/e SteuerberaterIn konsultiert werden. Das kann man den Eltern nicht zumuten", sagt Musiol.

Bereits Anfang des Jahres haben die Grünen einen Reformvorschlag präsentiert. Dieser zielt auf eine einzige für alle geltende Variante ab. Der Auszahlungsbetrag soll abhängend vom Einkommen zwischen 1000 und 2000 Euro liegen. Damit soll garantiert werden, dass sich die Väter beteiligen, die Frauen nicht zu lange vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden und, dass es Verbesserungen für Alleinerziehende gibt. Für sie soll es die Möglichkeit geben, dass Leistungen, die üblicherweise von im Haushalt lebenden Vätern in Anspruch genommen werden, auf andere Bezugspersonen wie die Großeltern oder auf neue PartnerInnen ausgedehnt werden können.

"Unser Familienmodell entspricht der Realität des 21. Jahrhunderts. Es wäre mehr als wünschenswert, wenn das Kinderbetreuungsmodell auch endlich dort ankommen würde", sagt Musiol.

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