FVA: Misst die FMA mit zweierlei Maß?

Fundraising Verband fordert rechtliche Nachbesserungen für zinsenlose Darlehen.

Wien (OTS) - Gestern wurde bekannt, dass zinsenlose Darlehen für gemeinnützige Organisationen auch weiterhin möglich sein werden. Der Fundraising Verband Austria zeigt sich unzufrieden über die Lösung der Finanzmarktaufsicht (FMA) und fordert die Politik auf, innovativen Finanzierungsmodellen eine bessere rechtliche Basis zu geben.

Seit Monaten prüfte die FMA die Vergabe von zinsenlosen Privatdarlehen an die NGO "Jugend Eine Welt" als angeblich unerlaubte Geldgeschäfte. Gleichzeitig vergibt etwa die Arbeiterkammer Kärnten seit Jahren regelmäßig zinsenlose Darlehen, ohne dass es die FMA bisher gestört hätte. Das Verfahren gegen Jugend eine Welt endete gestern unbefriedigend: Hatte die FMA bisher immer mit dem Schutz der Gläubiger gegen zinsenlose Darlehen argumentiert, so zielt ihre jetzige Entscheidung auf genau das Gegenteil: Werden die zinsenlosen Darlehen der Unterstützer im Konkursfall nachrangig behandelt, dann liegt kein unerlaubtes Geldgeschäft vor. "Wir fordern die Politik auf, diese Absurdität und Zweiklassengesellschaft schleunigst abzustellen", erläutert Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria - Dachverband spenderwerbender Organisationen, und ergänzt "Zivilgesellschaftlich engagierte Menschen dürfen nicht länger benachteiligt werden!"

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Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
Mobil: +43/676/4410108, guenther.lutschinger@fundraising.at

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