Kucharowits: Junge Generation für Berufsheer und freiwilliges bezahltes Sozialjahr

"ÖVP will weiterhin junge Menschen ausbeuten und zwangsverpflichten, aber nicht mit uns!"

Wien (OTS/SK) - "Einmal mehr wurde die Linie der ÖVP jungen Menschen gegenüber eindeutig und klar. Die ÖVP will ausbeuten und zwangsverpflichten, aber nicht mit uns. Wir sprechen uns ganz klar dagegen aus!", sagte Katharina Kucharowits, Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ (JG) am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu den heutigen Ausführungen der Innenministerin in der Aktuellen Stunde zum Thema "Zivildienst neu" im Rahmen der Nationalratsdebatte. ****

Die Argumente von Mikl-Leitner seien vor allem davon geprägt, die Menschen zu verängstigen und zu verunsichern und würden einen Monatslohn goutieren, durch den ein Auskommen nicht möglich ist. "Außerdem stellen sie eindeutig das Freiwilligenwesen in Frage und verunglimpfen etliche ehrenamtliche Tätigkeiten, die Menschen bereits jetzt verrichten", erklärte Kucharowits.

Die Junge Generation spricht sich ganz klar für die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht aus und tritt für ein Berufsheer und ein freiwilliges bezahltes Sozialjahr ein.
"Es soll mir mal bitte jemand erklären, welchen Mehrwert ein Grundwehrdiener für unsere Gesellschaft hat, wenn er den ganzen Tag Fenster putzt oder Chauffeurdienste verrichtet? Eine Antwort darauf konnten mir WehrpflichtbefürworterInnen noch nicht geben", hielt Kucharowits fest.

Kucharowits ist überzeugt davon, dass sich viele Frauen und Männer für ein freiwilliges bezahltes Sozialjahr entscheiden werden. Durch das vorgeschlagene Modell bekommen soziale Berufe endlich die notwendige Wertschätzung. Mit den Möglichkeiten der Anrechnung und als Praktikaersatz fungiert das freiwillige bezahlte Sozialjahr als Basis für die Berufswahl. In diesem Zusammenhang setzt sich die JG auch für eine Bewusstseinsbildung für Sozial- und Gesundheitsberufe bereits bei den 10 bis 14-Jährigen im Rahmen der Schule ein. "Dadurch können Talente und Kompetenzen für diese Branche schon frühzeitig erkannt werden", unterstreicht Kucharowits.

"Es ist eindeutig und klar, beide Modelle, sowohl ein Berufsheer, als auch das freiwillige bezahlte Sozialjahr sind finanzierbar. Somit geht es hier nicht um ein "nicht können", sondern lediglich um ein "nicht wollen". Und dieses nicht wollen auf dem Rücken von jungen Menschen auszutragen und dadurch zu rechtfertigen, das System beizubehalten und ja nichts zu verändern, ist schwach", sagte die Bundesvorsitzende der JG abschließend. (Schluss) up/mp

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