Lunacek/Karas/Leichtfried: "Gegen nationalstaatliche Kleingeisterei - für den europäischen Mehrwert"

Europaparlament: Fraktionsübergreifende Buchpräsentation von Robert Menasses neuem Buch "Der Europäische Landbote"

Brüssel/Wien (OTS) - "Bei den aktuellen EU-Budgetverhandlungen erleben wir jeden Tag aufs Neue populistisch motivierte Ausritte in den EU-Mitgliedsstaaten gegen eine konstruktive Europapolitik, die sich dem europäischen Mehrwert verpflichtet fühlt - leider auch in Österreich. Mit der Einladung von Robert Menasse ins Europaparlament setzen die drei pro-europäischen österreichischen Parteien im Europaparlament einen Kontrapunkt. Denn wo Menasse draufsteht ist mehr Europa drin! Menasses Essay "Der Europäische Landbote" ist die dringend nötige Streitschrift für eine neue, nachnationale, europäische Demokratie, kommentiert Ulrike Lunacek, Europasprecherin der Grünen und Grüne Delegationsleiterin, die heute gemeinsam mit den ÖVP- und SPÖ-Delegationsleitern im Europaparlament veranstaltete Buchpräsentation von Robert Menasses neuem Buch "Der Europäische Landbote - Die Wut der Bürger und der Friede Europas".

"Erfrischend anders und zum Selberdenken einladend", findet der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, Menasses Buch: "Endlich wieder ein intelligentes Plädoyer für Europa, das mit den gängigen Vorurteilen aufräumt. Menasse beschreibt, dass in Brüssel intellektuell, sozial und vom Personal her ein völlig anderes Klima als in der nationalen Politik herrscht. Menasse redet keinem Brüsseler Superstaat das Wort, sondern fordert wirkliche Demokratie, die mit nationalen Egoismen Schluss macht", so Karas.

Jörg Leichtfried, Delegationsleiter der SPÖ-Europaabgeordneten, stimmt mit Robert Menasse überein, was die Stoßrichtung der Kritik am EU-Rat betrifft. "Wir stehen uns in Europa - damit meine ich die 27 Mitgliedsstaaten - zu oft selber im Weg. Wenn es uns nicht gelingt, das gemeinsame Ganze stärker ins Blickfeld zu rücken, zu verstehen, dass wir in der Welt gegenüber China, USA oder Indien Flagge zeigen sollen, dann schadet der 27er-Kleingeist schlussendlich allen 27. Es ist ein Verdienst von Robert Menasse, das auf den Punkt zu bringen."

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