Bundeskanzler Faymann: "Ein starkes Europa nützt auch Österreichs Wirtschaft"

Aktuelle Europastunde im Parlament

Wien (OTS) - "Österreich hat ein großes Interesse an einem starken Europa. Viele Arbeitsplätze in Österreich sind vom Export abhängig. Die Produkte, die wir in Österreich herstellen und die Dienstleistungen, die wir erbringen, müssen aber auch von anderen gekauft und in Anspruch genommen werden", sagte Bundeskanzler Faymann heute, Dienstag, anlässlich einer Aktuellen Europastunde im Parlament.

Im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen zur Erstellung des EU-Budgets sprach sich der Bundeskanzler für den Abschluss eines siebenjährigen Finanzrahmens aus. "Es ist besser, mittelfristig und nachhaltig zu denken, als mit einem jährlichen Provisorium zu arbeiten. Besonders für große Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel den Brennerbasistunnel, benötigen wir Berechenbarkeit und Verlässlichkeit", so Faymann. Auch für Lehrwerkstätten sei es notwendig, eine Finanzierbarkeit für die Dauer von mehr als einem Jahr sicherzustellen. "Unser oberstes Ziel ist es daher, diesen Finanzrahmen über die Dauer von sieben Jahren auszuverhandeln", so der Bundeskanzler.

Auch habe Österreich großes Interesse an der Förderung des ländlichen Raumes. "Die biologische Landwirtschaft ist die Zukunft, nicht nur Österreichs, sondern Europas. Im Bereich der Landwirtschaft werden 40 Prozent des EU-Budgets vergeben. Viele große Länder verteidigen die erste Säule, denn die Stützung der Preise hat in Europa viele Fürsprecher. Im zweiten Bereich, wo es um unsere Biobauern und Bergbauern geht, sind wir ziemlich alleine. Ich bin überzeugt davon, dass wir in den Verhandlungen sagen müssen, dass die Bergbauern in Österreich Gewaltiges leisten", so Faymann.

Ein starkes Land wie Österreich werde es im Laufe der Verhandlungen der nächsten Wochen und Monate sicherlich schwerer haben. "Eines ist ganz klar: Österreich steht aufgrund seiner Beschäftigungssituation, seiner Wirtschaftsdaten und seiner Leistungsfähigkeit gut da. Weil wir zu den besten zählen, ist anzunehmen, dass die wirtschaftlich schwächeren Staaten mehr vom Budget profitieren werden als die stärkeren. Mir sind diese Mühen aber lieber, als wenn unser Land aus der Eurozone ausscheren müsste und ein Spekulationsobjekt wäre. Ein starkes Europa nutzt auch der Entwicklung in unserem Land", so der Bundeskanzler abschließend.

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