Ministerin Heinisch-Hosek bei AK-Vollversammlung: "Brauchen Gleichstellung für Frauen, Männer und Kinder!"

8. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode der Arbeiterkammer für Oberösterreich

Linz (OTS) - Vom Ministerrat in Wien direkt nach Linz in die Arbeiterkammer: Gabriele Heinisch-Hosek, Ministerin für Frauenangelegenheiten, Gleichstellung und den Öffentlichen Dienst, sprach bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer zum Thema "Was ist gute Arbeit? Qualität als Herausforderung der Zukunft". Ihr Fazit:
Gleichstellung ist eine Grundvoraussetzung für ein gelingendes (Arbeits-)Leben.

Um über "gute Arbeit" reden zu können, müsse man wissen, wie es den Menschen geht, so die Ministerin, die in diesem Zusammenhang den seit 15 Jahren bestehenden Österreichischen Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich als wichtiges Instrument hervorhob. Dieser habe auch gezeigt, dass viele Teilzeit beschäftigte Frauen lieber mehr, viele Vollzeit beschäftigte Männer aber lieber weniger arbeiten würden. Heinisch-Hosek bekräftigte eine wichtige AK-Forderung:
Vollzeitstellen sollten in den Betrieben zuerst Teilzeit beschäftigten Frauen angeboten werden.

Was die Arbeitsorganisation betreffe, müsse sich vor allem die in Österreich herrschende Kultur des "Anwesenheitsfetischismus" ändern. Flexibilität sei in Ordnung, wenn sie sich an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientiere.
Beim Thema Arbeitsbelastung müsse neben der Gesundheitsvorsorge immer auch die Frage "Wie gehen wir miteinander um?" im Vordergrund stehen. Auch beim Thema Arbeitsbewertung sei ein Umdenken erforderlich:
"Wieso wird die Arbeit an einer Maschine höher bewertet als die Arbeit am Menschen?", fragte die Ministerin, die sich mit ihrer Forderung nach 1500 Euro Mindestlohn einen kräftigen Zwischenapplaus abholte.

Eine wichtige Frage sei auch die Aufteilung der Sorgearbeit, egal ob bezahlt oder unbezahlt. In den Betrieben müsse sich endlich eine höhere Akzeptanz für Väterkarenz durchsetzen.
"Wir brauchen gleiche Verhältnisse für Frauen, Männer und Kinder", so Heinisch-Hosek mit Blick auf bessere institutionelle Kinderbetreuung. Sie forderte ein Recht auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr, was bessere Bildungschancen für alle Kinder bedeuten würde. Gleichstellung sei das Um und Auf für eine dynamischere, erfolgreichere und letztlich auch glücklichere Gesellschaft.

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