Walser zu Ganztagsschule: Nicht auf den St.Nimmerleinstag verschieben

Grüne wollen Umschichtung vorhandener Budgetmittel

Wien (OTS) - "Die für den Ausbau der Ganztagsschulen zusätzlich benötigten Mittel sind schon da", zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, erstaunt über den seit gestern tobenden Streit zwischen ÖVP und SPÖ. "Immerhin sind dem Staat allein heuer 130 Millionen Euro übrig geblieben, die für die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten reserviert waren." Ein Einsatz dieser Mittel für den Ausbau der Ganztagsschule und für Kinderbetreuungseinrichten drängt sich für Walser auf.

"Wer aber die Finanzierung der benötigten zusätzlichen Mittel von der Einführung einer Erbschaftssteuer oder künftigen Privatisierungen abhängig macht, verschiebt in Wirklichkeit die Beschlussfassung auf den St. Nimmerleinstag. Beides ist nämlich kurzfristig nicht realisierbar. Eltern haben ein Recht darauf, dass Schule auch wirklich in der Schule stattfindet und, dass über den Umweg von Hausübungen und Nachhilfestunden nicht die Familien und Familienbudgets belastet werden. Moderne Ganztagsschulen mit einer Kernunterrichtszeit von 9.00 bis 15.00 Uhr haben zudem den Vorteil, dass Kinder durch den Wechsel von individuellen Lernphasen und Unterricht optimal gefördert werden können.

"Schon für das nächste Schuljahr ist es möglich, diesen notwendigen Ausbau zu starten. Was fehlt, ist der politische Wille der Regierungsparteien", sagt Walser.

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