ÖH Salzburg kritisiert: Totales Bildungsversagen der Bundesregierung!

SPÖ gibt freien Hochschulzugang endgültig auf: Zugangsbeschränkungen in mindestens 19 weiteren Fächern angekündigt, flächendeckende Ausweitung bis 2019 zu befürchten

Salzburg (OTS) - Bei der Regierungsklausur wurde beschlossen, die sogenannte Studienplatzfinanzierung flächendeckend einzuführen. Gleichzeitig werden mindestens 19 weitere Studienrichtungen zugangsbeschränkt, bis 2019 droht eine flächendeckende Ausweitung. Unklar ist in diesem Zusammenhang, ab wann welche Studiengänge davon betroffen sein werden. Fest steht zumindest: Insgesamt wird es sowohl zu einer vermehrten Elitenbildung an den Universitäten, als auch zur Exklusion vieler junger Menschen kommen.

"Die SPÖ macht sich damit abermals zur willfährigen Erfüllungsgehilfin der ÖVP. Wäre die SPÖ-Spitze tatsächlich an Bildung interessiert, würde sie einem politischen Kuhhandel zwischen Ganztagsschule und Zugangsbeschränkungen nicht zustimmen", ärgert sich Daniel Winter (ÖH Vorsitzteam). "Bezeichnend für die katastrophalen Auswirkungen dieser neuen Pläne, sind etwa die Reaktionen von konservativen Elitevereinen, wie dem Österreichischen Cartellverband (ÖCV), der mit diesem Vorschlag eine seiner >Kernforderungen< erfüllt sieht", verweist Su Karrer (ÖH Vorsitzteam) auf den ideologischen Schlag der Regierungsentscheidung, denn: "Mit diesem Vorschlag wird die >Vererbbarkeit< von Bildung zementiert".

"Das Modell der Studienplatzfinanzierung könnte an sich ja Sinn machen, würde es dazu verwendet, um wirklich allen Studierwilligen ausreichend finanzierte Studienplätze zu garantieren", resümiert Robert Obermair (Bildungspolitischer Referent, ÖH Salzburg). "Die geplante Umsetzung dieses Modells durch die jetzige Regierung bedeutet allerdings das krasse Gegenteil: Studienplätze sollen gestrichen und nur noch eine begrenzte Anzahl von Studierenden überhaupt an den Universitäten zugelassen werden. So wird MaturantInnen in ganz Österreich effektiv die Zukunft verbaut" warnt Obermair.

Was all diese Vorhaben für den Universitätsstandort Salzburg konkret bedeuten werden ist noch unklar, so gibt es wegen "Widersprüchen und Unklarheiten" auch bereits erste Kritik der Universitätenkonferenz am vorgelegten Gesetzesentwurf. "Wir analysieren den Entwurf gerade im Detail, parallel dazu werden auch hier in Salzburg bereits Proteste geplant", kündigt Simon Hofbauer (ÖH Vorsitzteam) an. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie jungen Menschen im ganzen Land der Zugang zu universitärer Bildung verbaut wird. Die Regierung sollte sich lieber darüber Gedanken machen, wie der bereits 2009 gefasste Beschluss, 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für tertiäre Bildung aufzuwenden, endlich umzusetzen ist, statt den Zugang zu Universitäten rigoros zu beschränken".

Rückfragen & Kontakt:

Simon HOFBAUER
ÖH Vorsitzteam
vorsitz@oeh-salzburg.at
0664/88663218

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OHS0001