Nationalrat - Muttonen: Österreich profitiert vom europäischen Einigungsprozess

Gewinn ungleichviel höher als Beitrag, den wir leisten

Wien (OTS/SK) - "Egoismus und 'Inseldenken' sind immer schon schlechte Berater gewesen", betonte SPÖ-Europasprecherin Christine Muttonen heute, Dienstag, anlässlich der aktuellen Europastunde im Nationalrat. Österreich gehört heute zu den modernsten, wohlhabendsten und leistungsstärksten Ländern der Welt. "Weil wir die Chance genutzt haben, die uns der europäische Einigungsprozess geboten hat", erklärte Muttonen. Eine einfache Rechnung würde genügen, um das zu belegen. "Der allergrößte Teil unseres EU-Beitrages fließt wieder nach Österreich zurück. In die Landwirtschaft, in die Bildung, in die Infrastruktur und in die Forschung", so die Europasprecherin. ****

Netto zahlt Österreich 0,2 Prozent des BIP an die EU. "Unabhängig davon lässt die EU-Mitgliedschaft die österreichische Wirtschaft jährlich um das fünffache dieses Betrages wachsen", erklärte Muttonen. Österreich profitiert als exportorientiertes Land wie kaum ein anderes Land in Europa von der EU. Die EU sichert einen riesigen Binnenmarkt, den Österreich für den Absatz seiner Produkte braucht. "Die EU stabilisiert und demokratisiert unsere östlichen und südlichen Nachbarn, sorgt für europaweite Mindeststandards in Umwelt und sozialen Fragen", betonte Muttonen. Wer Kosten und Nutzen der EU daher ehrlich berechnen will, der muss diese Faktoren miteinbeziehen. "Hier kann man erkennen, dass der Gewinn ungleichviel höher ist, als der Beitrag, den wir leisten."

Österreich ist daher bereit einen angemessenen Beitrag zu leisten, "aber der Haushalt, in den wir einzahlen, muss bestimmte Bedingungen und Standards erfüllen". "Der neue Finanzrahmen der EU muss so aufgestellt werden, dass die Gelder effizient und effektiv genutzt werden, um die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, meistern zu können", sagte Muttonen. Forschung und Bildung sowie transeuropäische Infrastrukturprojekte und nachhaltige Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen, besonders für die Jugendlichen, gehören gefördert. (Schluss) mis/sv

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006