MKV-Kukacka: Bei Ganztagsschulen muss Wahlfreiheit gewährleistet sein!

Infrastruktur an Schulen derzeit nicht auf Ganztagsbetreuung angelegt

Wien (OTS) - Der MKV begrüßt es, dass sich die Schulpolitik der gesellschaftlichen Realität zuwendet, statt unfruchtbare Ideologiedebatten zu führen. Der MKV unterstützt deshalb die Absicht der Koalition ganztägige Schulangebote auszubauen, stellte heute der MKV-Vorsitzende StS a.D. Mag. Helmut Kukacka zur laufenden Schuldebatte fest. Aber auch hier soll staatliche Zwangsbeglückung keinen Platz haben. Wahlfreiheit mit größtmöglicher Flexibilität soll im Zentrum der schulischen Nachmittagsbetreuung stehen. Es muss weiterhin den Familien freigestellt bleiben, ob sie ihre Kinder selbst zu Hause betreuen oder ein schulisches Betreuungsangebot nach dem Unterricht in Anspruch nehmen wollen. Eine Ganztagsschule mit verschränktem Nachmittagsunterricht hätte nach Meinung des MKV sehr negative Auswirkungen auf die Förderung von Talenten im musischen oder sportlichen Bereich, die derzeit oft in Musikschulen und Vereinen erfolgt.

Die Infrastruktur ist in der Mehrheit der Österreichischen Schulen nicht annähernd auf eine Ganztagsbetreuung ausgelegt. An den meisten Schulen fehlen Speisesäle, Küchen, adäquate Rückzugs-, Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie akzeptable Arbeitsplätze für Lehrer. Daher fordert der MKV rasche und großzügige Investitionen an den österreichischen Schulen für die Adaptierung der Schulgebäude zu ganztagstauglichen Schulstandorten.

Vielfalt und Wahlfreiheit auch bei den geplanten Ganztagsschulen und nicht die "Einheitsschule mit verschränktem Nachmittagsunterricht" müssen auch in Zukunft das Gebot der Schulpolitik sein, schloss Kukacka.

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Bernhard Samek
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