Nationalrat - Lapp: Freiwilligkeit bringt mehr Motivation im Sozialbereich

Bezahltes, freiwilliges, soziales Jahr sorgt für Professionalisierung und Motivation

Wien (OTS/SK) - "Die Entscheidung am 20. Jänner 2013 ist eine wichtige Zukunftsentscheidung", hat SPÖ-Nationalratsabgeordnerte Christine Lapp heute im Nationalrat betont. Sie lobte das Modell des "bezahlten, freiwilligen, sozialen Jahres" vom Sozialministerium. "Minister Hundstorfer ist ein sehr gutes Modell im Sozialbereich gelungen", so Lapp am Dienstag. Die Freiwilligkeit bringe mehr Motivation im Sozialbereich tätig zu werden. ****

Lapp hob hervor, dass sich durch das neue Modell eine größere Gruppe an Menschen engagieren können. Denn das "bezahlte, freiwillige, soziale Jahr" sollen künftig Männer und Frauen von 18 Jahren bis zur Pension antreten können. "Der Zivildienst wie wir ihn jetzt haben ist eine Zwangsverpflichtung, da werden jungen Männer Monate von Berufs-und Ausbildungswegen gestohlen", erklärte Lapp. Die SPÖ-Abgeordnete weiter: "Sie haben neun Monate ihres Lebens, die sie in den Dienst der Gesellschaft stellen, zu einem Taschengeld und nicht zu einer gerechten Belohnung zu leisten."

Das Modell des Sozialministeriums sieht neben 12-monatigen Beschäftigungsverhältnissen eine Bezahlung von 1.386 Euro monatlich für 6.500 Personen vor. "Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen den Weg der Freiwilligkeit, der Professionalisierung und gerechten Bezahlung gehen", sagte Lapp. Das Interesse für Sozial- und Gesundheitsberufe sei ein sehr großes, betont Lapp. "Momentan haben wir 250.000 Beschäftigte in diesem Bereich und 90.000 kommen jährlich neu dazu", sagte Lapp. Davon seien die Zivildiener ein sehr geringer Anteil, die das System nicht aufrecht halten können. "Wir müssen darauf setzen, dass wir zusätzliche freiwillige professionelle Engagierte finden. Es geht darum, dass man durch Motivation und Freiwilligkeit viel mehr leisten kann." (Schluss) ok/up

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