SPÖ Kaiser: "Routen-Optimierung" der Post gefährdet Existenzen

Post erzielt 2011 Gewinn von 124 Millionen Euro, zahlt 1,2 Millionen Euro Vorstandsgehälter und bringt mit geänderten Paketzustellzeiten Kärntner Unternehmer in Bedrängnis

Klagenfurt (OTS) - Nicht locker lässt Kärntens SPÖ-Vorsitzender LHStv. Peter Kaiser in der entfachten Diskussion um geänderte Paketzustellzeiten der Post, die immer mehr Kärntner Unternehmer in existenzbedrohliche Schwierigkeiten bringt. Für Kaiser kommt es einer Verhöhnung der Betroffenen gleich, wenn die Post, wie heutigen Medienberichten zufolge, lapidar meint, ihre Routen der Zustellbasis seien optimiert worden, und das bringe eben Gewinner und Verlierer.

"Hat der rekordverdächtige Gewinn von 124 Millionen Euro den die Post 2011 erzielt hat, den Blick der Verantwortlichen tatsächlich schon so mit Euro-Zeichen getrübt, dass sie in ihrem Gewinnstreben sogar Existenzen von Kärntner Unternehmern, die auch Familienväter und -mütter sind, aufs Spiel setzen", empört sich Kaiser.

Immer mehr Kärntnerinnen und Kärntner würden sich hilfesuchend an ihn wenden, weil sie sich als Unternehmer durch diese "Routen-Optimierung" in ihrer Existenz bedroht sehen. Zuletzt hat sich der Bürgermeister der Gemeinde Kolbnitz-Reisseck, Kurt Felicetti, als Sprachrohr vieler enttäuschter Unternehmer an Kaiser gewandt.

Für den Kärntner SPÖ-Vorsitzenden ist diese Gewinnmaximierungsstrategie das für viele Kärntnerinnen und Kärntner schmerzhafte Ergebnis der Privatisierungspolitik der ÖVP-FPÖ-BZÖ-Regierung von Schüssel und Haider. Infolge der Privatisierung werde dem Versorgungsauftrag jetzt mutmaßlich weniger Beachtung geschenkt. "Dafür kennt die Gier nach dem Geld, mit dem dann Vorstandsgehälter jenseits von Gut und Böse gezahlt werden, offensichtlich keine Grenzen", verweist Kaiser auf eine AK-Analyse wonach die Vorstandsgehälter der Post im Vorjahr bei 1,2 Millionen Euro lagen. "Die Post bringt vielleicht allen was, vielen bringt sie es aber zu spät, und dafür bringt sie ihren Vorständen satte Millionenhonorare!"

Kaiser fordert die Österreichische Post AG neuerlich auf, ihre Entscheidung zurück zu nehmen und sich im Interesse der Unternehmer sowie im eigenen Interesse an das Motto "Der Kunde ist König" zu erinnern. "Wenn unzählige Apotheken, Trafikanten und andere Unternehmer aufgrund geänderter Paketzustellzeiten derart in ihrem wirtschaftlichen Fortbestand bedroht sind, dass sie sich überlegen müssen, entweder ihre Standorte aufzugeben, oder auf alternative Zustelldienste zurückgreifen zu müssen, wird sich das irgendwann auch negativ auf die Gewinne und die Vorstandsgehälter auswirken", erinnert Kaiser.

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