Bayr: Tod des iranischen Bloggers Beheshti lückenlos aufklären

Sattar Beheshtis Tod von iranischer Staatsanwaltschaft bestätigt

Wien (OTS/SK) - "Es kann nicht sein, dass im Iran abermals ein regimekritischer Blogger verhaftet wird und im Gefängnis mit Foltermalen zu Tode kommt", zeigt sich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst erzürnt. Der iranische Blogger Sattar Beheshti wurde am 30. Oktober 2012 wegen angeblicher Cyber-Kriminalität verhaftet. Am 5. November wurde seine Familie verständigt, sie solle ein Grab reservieren und seine Leiche am Folgetag abholen. Nun bestätigte ein iranischer Staatsanwalt den Tod des Bloggers und die Teheraner Nachrichtenagentur MEHR informierte, dass dessen Leiche Wunden aufwies. ****

Laut Medienberichten soll ein parlamentarisches Komitee den Fall untersuchen. Bayr drängt auf ernsthafte und lückenlose Aufklärung:
"Ich rufe den Iran auf, den Fall lückenlos zu klären. Es gilt klarzustellen, wie Sattar Beheshti zu Tode kam und ob er gefoltert und misshandelt wurde, wie vom Opfer zuvor selbst angeprangert." Sattar Beheshti hatte sich in einem Brief über Misshandlungen und Beleidigungen in der Haft beschwert. Amnesty International schließt nicht aus, dass der Blogger in der Folge gefoltert wurde. Nach der Aufklärung müssten klare Konsequenzen folgen: "Die geistigen Urheber und die Durchführer der Tat sind zur Rechenschaft zu ziehen und ich fordere die internationale Gemeinschaft auf, sich einzumischen. Wir dürfen systematische Menschenrechtsverletzungen im Iran nicht hinnehmen", fordert Bayr. (Schluss) bj/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003